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Vogtlands jüngste Handballer gewinnen internationalen Junior-Cup

Bei der 15. Auflage nahmen nicht nur mit 32 Mannschaften so viele wie noch nie teil, sondern es gewann auch mit der E-Jugend der Nachwuchsspielgemeinschaft des SV 04 Oberlosa und HC Einheit Plauen der Gastgeber die jüngste Altersklasse des größten Nachwuchshandballturniers der Region. Was für den ausrichtenden HC Einheit Plauen besonders war.

Fünf Spiele, fünf Siege und das mit riesigem Abstand beste Torverhältnis: Die E-Jugendlichen der Nachwuchsspielgemeinschaft des SV 04 Oberlosa und HC Einheit Plauen haben sich am Sonntag zum souveränen Gewinner des Junior-Cups gekürt – und dabei sich auch gegen Auswahlen aus den Handball-Leistungszentren in Aue sowie Dessau-Rosslau deutlich durchgesetzt. “Ziel vom Junior-Cup war nicht der Turniersieg oder jede Partie zu gewinnen, sondern wir wollten, dass die Jungs das umsetzen, was wir im Training geübt und während oder nach den Spielen angesagt hatten”, verrät Joel Stegner, neben Jakub Kolomaznik und Tyll Schmidtke einer der drei Trainer: “Dennoch ist noch Luft nach oben, wir waren nicht zu einhundert Prozent zufrieden.” So bemängeln die Übungsleiter die noch teilweise fehlende direkte Umsetzung von Ansagen oder auch noch eine ausbaufähige Grundstellung in der Abwehr und Manndeckung, die zu oft noch zu weit weg vom Gegner ausgeführt wurde. “Im Großen und Ganzen sah das spielerisch schon sehr gut aus”, lobt Stegner die geringe Fehlerquote und das starke Umschalt- sowie Tempospiel: “Die Jungs haben sehr gut antizipiert, haben oft den Ball rausgefangen oder auch rausgeprellt.”

Besonders überzeugten die jungen Vogtländer mit vielen gespielten Doppelpässen, dass sie den freien Mann gesehen und abgespielt haben, wenn der Mitspieler besser positioniert war – und sich vor allem gegenseitig unterstützten. “Die Mannschaften aus Sachsen-Anhalt hatten vor allem mit den Regeln so ihre Schwierigkeiten, da im Nachbarbundesland in dieser jungen Altersklasse teilweise ein etwas anderer Handball gespielt wird”, erklärt der 22-jährige Mittelmann, der sonst in der Regionalliga Mitteldeutschland auf Punktejagd geht: “Es wird in der ersten Halbzeit jeweils nur Drei gegen Drei und das auf beiden Hälften gespielt, es geht direkt nach einem Tor ohne Anwurf weiter und es darf nur drei Mal am Stück geprellt werden.” Die stärkste Gegenwehr hatten die Gastgeber gegen den richtig gut spielenden SV Niederau, der bei seiner ersten Turnierteilnahme das Duell um den Gesamtsieg sehr lange offen gestalten konnte – auch, weil die jungen Vogtländer die immer wieder einlaufenden Außenspieler nicht in den Griff bekamen. “Es war auch die letzte Partie, da waren auch viele Jungs müde und vom Kopf nicht mehr so da”, begründet der Plauener: “Auch in der Abwehr waren die Jungs nicht mehr so nah an ihren Gegenspielern, die Zuordnung hatte öfter nicht gestimmt und Niederau war individuell sehr stark, vor allem im Eins-gegen-Eins.”

Doch die Begegnung auf Augenhöhe konnten die Gastgeber am Ende mit 17:13 zu ihren Gunsten entschieden, da sie insgesamt fokussierter agierten und sich wieder auf den Handball statt auf die eigenen Fehler konzentrierten. “Das Aufeinandertreffen hätte auch kippen können, aber die Jungs haben sich dann wieder gefangen und gemerkt, dass wir die Spiele in der Abwehr gewinnen, was bedeutet, dass wenn wir schnell nach vorne rennen wollen, auch wieder flink zurück laufen müssen”, resümiert ein stolzer Joel Stegner, der die ganze Zeit vom Sieg überzeugt war: “Individuell sind die Jungs sehr gut, darauf kann man aufbauen und wenn sie so weiter machen, dann können sie auch einiges erreichen.” Das haben auf jeden Fall die Verantwortlichen des HC Einheit Plauen, die die 15. Auflage mit der Rekordstarterzahl von 32 Aufgeboten in insgesamt fünf Altersklassen und drei Sporthallen gut am ganzen Wochenende durchgeführt bekamen. “Das Turnier war sehr hochklassig besetzt, es gab viele enge und spannende Spiele vor einer tollen Kulisse”, freut sich Sabrina Lukas über die gute Zuschauerresonanz, einen überall eingehaltenen Zeitplan und zufriedene Gastmannschaften: “Es lief alles reibungslos, das Turnier und die Organisation wurde auch sehr von den teilnehmenden Vereinen gelobt, die begeistert waren.” Und das, obwohl der Spielplan mit dem tschechischen Vertreter Házená Mělník nochmal umgestellt werden musste, da sie mit dem Zug unterwegs waren – und den wieder bekommen mussten. “Es war eine rundum gelungene Veranstaltung”, zieht die Vorstandsvorsitzende ein positives Fazit – auch mit der Besonderheit, dass in der A-Jugend erstmals externe Schiedsrichter eingesetzt wurden: “Das hat sich auf jeden Fall bewährt, weil die Qualität sehr hoch war.”

Von Florian Wißgott (flow)

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