Der HSC Suhr Aarau nimmt Stellung zur SP-Interpellation der SP-Grossrätin Lelia Hunziker anlässlich der Grossratssitzung vom 27. August und zur Aussage der SP-Einwohnerrätin Irene Stutz anlässlich der Einwohnerratssitzung Aarau vom 26. August 2024 zum Projekt Argoviarena.
Die Schachenhalle hat das Ende ihres Lebenszyklus erreicht, ist veraltet und sehr stark erneuerungsbedürftig, erfüllt wichtige Anforderungen wie beispielsweise ein Behinderten WC oder die Sicherstellung der Zugänglichkeit für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, nicht. Ein Sanierungsaufwand wird Kosten von geschätzten CHF 20 Mio. verursachen. Das Resultat wäre eine «neue alte Schachenhalle». Auf Grund dieser Situation wandern wichtige Anlässe aus Sport, Wirtschaft und Kultur in andere Städte und Kantone ab und damit verbunden positive Erlebnisse für unsere Bevölkerung, unsere Jugend und unsere Sport- und Kulturinteressierten. Zudem fehlen wichtige Wertschöpfungen für unsere Stadt und unseren Kanton.
Der Ausbildungsverein HSC Suhr Aarau, als einer der Nutzer einer neuen Arena ist, wie die zahlreichen anderen Sportvereine und Aargauer Sportverbände dezidiert der Meinung, dass dieses Private-Public-Projekt sehr viel Sinn macht und unbedingt weiterverfolgt werden muss. Die SP verschweigt in ihren Wortmeldungen, dass bereits Millionen an Steuergeldern für Planungen einer neuen oder revitalisierten Schachenhalle ausgegeben wurden, die bis lang ohne Nutzen für die Aarauer Bevölkerung geblieben sind. Auch im Finanzplan der Zu kunft der Stadt Aarau ist kein Geld für eine neue Halle vorhanden. Sehr wohl würde aber die Argoviarena zur Umsetzung der Strategie Aarau 2034 beitragen, sei es bei den Stadtraumzielen «Aarau bewegt», «Aarau ist fit» und «Aarau stiftet Identität». Ein weiteres Ziel ist das Gesellschafts-Ziel «Aarau ist für alle», welches die Vielfalt stärken sowie die soziale Durchmischung und Inklusion fördern soll.
Nun wird eine bestechende Projektidee präsentiert, durch welche die Stadt Aarau ohne Steuergelder (!) zu einer neuen und für die Kantonshauptstadt zeitgemässen Sport- und Event-Arena kommt, dazu neuen Wohnraum erhält, wobei auch preisgünstiges Wohnen vorgesehen ist und zusätzliche Wertschöpfung für die Stadt (Steuern) generiert wird. Auch werden die Kinder der Kreisschule Aarau-Buchs, von den Aarauer Kindergärten und die Jugendlichen der Kantonsschule Aarau für ihr Schulturnen und ihren Schulsport bessere und deutlich vergrösserte Bedingungen vorfinden, als es nun mit der aktuellen Schachenhalle der Fall ist. Eine ideale Basis für sportive Erfahrungen, von welchen viele ein (gesundes und vitales) Leben lang profitieren werden. Dies ist im Sinne vieler Aarauerinnen und Aarauer.
Aufgrund der jahrelangen Leidensgeschichte der Schachenhalle mit hohen Planungskosten und ohne vorzeigbare Resultate, ist der HSC Suhr Aarau klar der Meinung, dass wenn diese ausgewogene und für die Steuerzahler der Stadt Aarau hochattraktive Projektidee nicht umgesetzt werden kann, die Schachenhalle auch in 20 Jahren weder saniert noch durch einen Neubau ersetzt wird. Alles andere wäre Schönrederei und ist weit weg von der Realität. Das aktuelle Beispiel der GoEasy Arena verdeutlicht, was eben passieren kann, wenn Amortisations- und Finanzierungskosten dem Betrieb die Luft abschnüren. Dass im Konzept der Argoviarena die Betreibergesellschaft, die Immobilie zu einem symbolischen Franken übernehmen kann und dannzumal ohne Amortisations- und Finanzierungskosten ihren Betrieb startet, ist der Schlüssel zum langfristig erfolgreichen Betrieb!
Der HSC Suhr Aarau und seine vielen Unterstützer:innen aus Sport, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft bittet den Stadtrat Aarau und die Verantwortlichen mit Nachdruck, die Projektidee unbedingt weiterzuverfolgen, als nächsten Schritt zügig via Submissionsausschreibung den Partner zu evaluieren und dann gemeinsam die weiteren Projektschritte in Angriff zu nehmen. Verpasst die Kantonshauptstadt diese einmalige Chance, so ist nicht nur die Zukunft des HSC Suhr Aarau mit seinen vielen Junior:innen und unserem grossen gemeinschaftlichen Beitrag ernsthaft gefährdet, sondern ergeben sich auch keine Perspektiven für viele andere Nutzer aus Sport, Kultur und Wirtschaft der Region Aarau und darüber hinaus. Wir sind überzeugt, dass die Strahlkraft der Argoviarena einer Kantonshauptstadt würdig sein wird.
Statements
«Als Aarauerin und alleinerziehende Mutter eines HSC-Juniors setze ich mich mit voller Überzeugung für die Argoviarena ein. Sie ist nicht nur ein wichtiger Ort für Sport und Events, sondern auch ein Ort, an dem unsere Kinder Teamgeist, Zusammenhalt und soziale Werte lernen. Die Arena stärkt das Gemeinschaftsgefühl in Aarau, bietet sichere Freizeitmöglich keiten für Familien und ist ein entscheidender Motor für die lokale Wirtschaft. Ohne sie würde unsere Stadt eine zentrale Plattform für sportliche und kulturelle Begegnungen verlieren.»
Isabelle Brunner, eidg. dipl Apothekerin; eMBA UZH, wohnhaft in Aarau
«Das Projekt Argoviarena sichert die Zukunft des Profi- und Breiten-Handballsports in unserer Stadt. Die geplante Halle soll auch für andere Vereine und Verbände sowie den Schulsport zur Verfügung stehen, und als Eventhalle dienen. Eine Public-Private-Partnership bietet die Möglichkeit, dieses wichtige Infrastrukturprojekt ohne unmittelbare Belastung des städtischen Haushaltes zu realisieren und so unsere Sportstadt weiter zu stärken. Ausser dem wird wichtiger Wohnraum geschaffen. Es liegt in unserer Verantwortung als Stadt, dieses Projekt sorgfältig zu prüfen und die notwendigen weiteren Schritte für eine mögliche Realisierung in die Wege zu leiten.»
Suzanne Marcley, Stadträtin Aarau
«Ich wünsche mir, dass wir als Bevölkerung mehr zur Ermöglichung und nicht zur Verhinderung der Sportprojekte beitragen. Projekte wie die Argoviarena sind unabdingbar für die Weiterentwicklung des Sports in unserer Region. Dies dient nicht nur zur Unterhaltung und Freizeitgestaltung der Bevölkerung, es sind insbesondere ganz wichtige Projekte, um unseren Kindern Visionen zu geben. Fussball, Handball, Volleyball, Basketball, Leichtathletik etc. sind elementare Bausteine in der Entwicklung unserer Jugend. Hunderte von freiwilligen Funktionär:innen brauchen eine funktionierende Infrastruktur, um ihren riesengrossen Dienst an der Gesellschaft weiter ausüben zu können. Es ist nicht haltbar, dass Kinder auf einer Warteliste landen, und ihren Sport nicht ausüben können. Darum wünsche ich mir, dass sol he Sportprojekte von allen Parteien in einem konstruktiven Dialog unterstützt und geför dert werden.»
Markus Mahler, Präsident FC Aarau
Über den HSC Suhr Aarau:
Der HSC Suhr Aarau steigt mit 20 Mannschaften, 80 Trainer:innen und Funktionär:innen, über 120 Sponsorfirmen, drei Gönner- und Donatorenvereinigungen, 450 Mitgliedern und regelmässig gegen 1’000 Matchbesuchern sowie einer rund 6’000 Fans umfassenden Community in die Saison 2024/25. www.hscsuhraarau.ch


