Vier Spieler des amtierenden Deutschen Meisters aus Berlin stehen sich im Finale der Handball-Europameisterschaft in Dänemark, Schweden und Norwegen am Sonntag gegenüber. Matthes Langhoff und Nils Lichtlein bezwangen im Halbfinale mit Deutschland die Kroaten, Dänemark mit Mathias Gidsel und Lasse Andersson Island.
In einem deutlicheren ersten Halbfinale als erwartet, hat sich Deutschland bei der Europameisterschaft im dänischen Herning gegen Vize-Weltmeister Kroatien durchgesetzt und ist genau zehn Jahre nach dem letzten EM-Titel – damals mit Fabian Wiede – in das Finale eingezogen. Beim 31:28 in der Jyske Bank Boxen lag das DHB-Team um Matthes Langhoff und Nils Lichtlein zwischenzeitlich mit sieben Toren in Front. Lichtlein war dabei einmal vom Siebenmeterstrich erfolgreich, Bundestrainer Alfred Gislason vertraute derweil wieder vermehrt auf Langhoffs Abwehrqualitäten.
„Ich kann es noch gar nicht ganz glauben, dass wir im Finale stehen, ich bin sehr happy. Bis zur Halbzeit waren wir auf Augenhöhe mit Kroatien, und was unsere Abwehr dann geleistet hat, war überragend. Am Ende sind wir cool geblieben“, sagt Lichtlein. Auch Langhoff strahlt über das gesamte Gesicht: „Ich bin super happy. Erstes Turnier mit den Männern und direkt Finale. Schöner könnte es gerade nicht sein. Wir haben die Zweikämpfe sehr gut geführt und uns in der Abwehr geholfen. Dadurch haben wir Energie gesammelt, was den Ausschlag gegeben hat.“
Im Endspiel um EM-Gold kommt es dann an diesem Sonntag, 1. Februar, ab 18 Uhr in der Jyske Bank Boxen zum Duell von insgesamt vier Spielern der Füchse Berlin (live im ZDF und bei DYN). Neben Langhoff und Lichtlein haben auch Mathias Gidsel und Lasse Andersson das Finalticket mit Dänemark gebucht. Im zweiten Halbfinale an diesem Freitagabend haben sie Island ebenfalls mit 31:28 bezwungen. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit drehten die Dänen in der heimischen Halle in Herning (15.000 Zuschauer) mit rotem Rückenwind von den Tribünen auf. Allen voran Gidsel, der mit sieben Toren nicht nur bester Werfer seines Teams wurde, sondern von der EHF auch als MVP der Partie ausgezeichnet wurde. Andersson stand im Kader, blieb jedoch diesmal ohne Einsatzminute.
„Das war ein unfassbar intensives Spiel, unfassbar schwer zu kotrollieren. Islands Mannschaft war stark, deswegen bin ich noch stolzer, dass wir das geschafft und wie wir gekämpft haben. Die Fans haben gemerkt, dass wir unter Druck waren und sie haben die Extra-Energie gegeben. Das war vielleicht der Unterschied zwischen zwei sehr guten Mannschaften heute“, sagt Gidsel. Andersson ergänzte: „Das war sehr hart heute, sie haben hart gekämpft in vielen Duellen. In der zweiten Halbzeit haben wir super zusammengearbeitet in der Abwehr, standen zusammen.“




