Als Pflichtsieg hatte Handball-Regionalligist TVB Wuppertal im Vorfeld das Kellerduell gegen Aufsteiger TV Witzhelden eingestuft. Beide Teams hatten vor dem Aufeinandertreffer in der Buschenburg am Samstagabend lediglich zwei Punkte aus sechs Spielen auf dem Konto. „Pflicht erfüllt“, hieß es nach 60 Minuten, die allerdings am Ende noch einmal spannend wurden, erleichtert. Als Jasmin Sander nach 55 Minuten das 30:26 für den TVB erzielte, schien die Sache gelaufen, doch gleich anschließend kassierten die Gastgeberinnen ein Siebenmetertor und schafften es danach nicht mehr, selbst den Ball im Tor unterzubringen. Dafür traf Witzhelden in der Schlussminute, als der Gast den TVB in offener Manndeckung attackierte, noch zwei Mal zum 30:29 (17:15)-Endstand aus TVB-Sicht.
Vielleicht begründete die Bedeutung des Spiels auch die Nervosität, mit der beide Teams laut Stefan Müller, Sportlicher Leiter des TVB, fast über die gesamte Spielzeit agierten. „Wir haben uns auch nicht vorgestellt, dass es so knapp wird, waren gefühlt auch die bessere Mannschaft, haben uns durch technische Fehler und vor allem vor der Pause zu leicht kassierte Gegentore aber immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht“, sagte Müller. In Abwesenheit von Cheftrainer Peter Stefes betreute er die Mannschaft zusammen mit Lars Faßbender aus der zweiten Mannschaft. So habe man sich auch in der besseren zweiten Halbzeit nie richtig absetzen können.
Einen starken Auftritt hatte wieder einmal Julia Kerber, die sich ein ums andere Mal in Eins-gegen-Eins Situationen für die Mannschaft aufrieb, dabei sechs Feldtore und fünf per Siebenmeter erzielte. Auch Jana Brandt habe ein gutes Spiel gemacht, zu wichtigen Zeitpunkten ihre Tore erzielt. Genau wie Inga Hombrecher, die auf Rechtsaußen eine gute Quote aufwies. Weiter geht es für den TVB am Samstag beim Tabellenfünften Adler Königshof, ehe dann in zwei Woche zu Hause gegen die noch punktlose VT Kempen das nächste Schlüsselspiel im Abstiegskampf ansteht, dem sich die Beyeröhder Mannschaft trotz der wichtigen zwei Punkte weiter stellen muss.
Günter Hiege (Westdeutsche Zeitung)

