„Unglaublich, was die Mädels geleistet haben“, sagte Peter Stefes, Trainer der Regionalliga-Handballerinnen des TVB Wuppertal und gab seiner Mannschaft trotz der 34:38 (16:19)-Niederlage beim Tabellendritten Gelpe/Strombach am Montag und Dienstag frei. Das Ausruhen dürfte die Mannschaft auch nötig haben, denn weil Jennifer Jörgens-Taddey und Jasmin Sander fehlten, waren bei der schwierigen und noch dazu ungemein temporeichen Auswärtspartie nur sieben Feldspielerinnen an Bord, was für jede von ihnen fast Durchspielen bedeutete.
„Und trotzdem hätten wir gewinnen können“, haderte Stefes ein wenig mit dem Ergebnis und nannte zwei Faktoren, die dazu geführt hätten, dass es trotz dieser Energieleistung nicht dazu gekommen war: „Vorne haben wir bestimmt noch zehn Freie verworfen und hinten haben unsere beiden Torhüterinnen diesmal unter zehn Prozent der Bälle gehalten.“ Vorwürfe wollte Stefes freilich niemandem machen. Yeliza Salimova und Valeriia Morozeva zwischen den Pfosten hätten mit zum Teil überragenden Leistungen schon das ein oder andere Spiel gerettet. Und auch Shayen Tomaszewka, die nachher untröstlich war, weil sie allein acht Mal in aussichtsreicher Position nicht den Ball im Tor hatte unterbringen können, erhielt den Trost des Trainers. „Sie hat toll gespielt und sich die Chancen auch hervorragend erarbeitet. Dabei ist sie noch so jung“, sagte er über die Leistung der 18-Jährigen, die aufgrund des Fehlens von Sander wieder an den Kreis musste.
Julia Kerber und Jana Brandt, beide am Ende elffache Torschützinnen, trugen die Mannschaft mal wieder, bemerkenswert neben der Energieleistung aller aber auch die sechs Treffer von Inga Hombrecher und die drei von Winterzugang Kim Bassaley. Sie bestritt genau wie die ebenfalls vom BHC II gekommene Anastasia Karsch erst ihr zweites Spiel für Beyeröhde. Wie nötig und wichtig die Wintertransfers waren, zeigte allein der Blick auf den Minikader vom Samstag.
Bis zum 7:7 hatte die Mannschaft das Spiel trotzdem völlig ausgeglichen gestaltet, und obwohl Gelpe/Strombach danach permanent führte, ließ man die Hausherrinnen nie wirklich wegziehen, war beim 29:31 nach 50 Minuten noch einmal bis auf zwei Tore dran. Im Heimspiel gegen den starken Tabellen-Vierten HC Weiden am kommenden Samstag (19.30 Uhr Buschenburg) hofft Trainer Peter Stefes, wieder mehr Personal zur Verfügung zu haben.
Günter Hiege – Westdeutsche Zeitung


