Handball-Regionalligist zeigt bei 31:29 eine Wahnsinns-Energieleistung und eine tolle Mannschaftsleistung. Am Freitag folgt zu Hause gegen Leverkusen zum Jahresabschluss das nächste Spitzenspiel.
„Es macht unglaublich Spaß, mit dieser Mannschaft zu arbeiten“, lobte TVB Trainerin nach dem 31:29-Erfolg beim starken HC Gelpe Blombach am Samstagabend ihre Handballerinnen über den grünen Klee. Trotz deutlicher Dezimierung wegen des Fehlens der Stammspielerinnen Finja Stock, Pauline Ristau und Jasmin Sander konnten sich die Wuppertalerinnen durchsetzen und zeigten dabei eine Woche nach dem unglücklichen 16:17 gegen Adler Königshof eine tolle Leistung. „Es war ein wirklich gutes Spiel von uns, und wirklich jede Spielerin hat Ihren Teil zu dem Erfolg beigetragen“, freute sie Münch riesig über den hart erkämpften Sieg, durch den sich die Wuppertalerinnen in den Top-Vier der Regionalliga weiter festsetzen konnten. Bereits am Freitag hatte Königsdorf der Zweitvertretung von Bayer Leverkusen – am kommenden Freitag letzter Gegner des TVB im Jahr 2024 – die erste Saisonniederlage beigebracht und von der Tabellenspitze verdrängt. Mit dem eigenen Sieg in Gummersbach zeigte der TVB, dass er dranbleiben will und kann.
Über 60 Minuten war es gegen die HC Gelpe/Strombach ein enges Spiel, in dem der TVB ab der 15. Minute durchgängig knapp vorne lag, kleine Rückschläge immer wieder ausbügelte und den knappen Sieg ins Ziel brachte. „Eigentlich unglaublich, dass wir in der engen Besetzung am Ende noch standhalten konnten. Strombach hat da dann auch nur noch mit kleiner Besetzung gespielt, und man merkte ihnen den Kraftverlust sogar stärker an“, so Nicole Münch fast überschwänglich. Auch wenn Jana Brandt mit zehn Feld- und vier Siebenmeter-Teffern mal wieder überragende Torschützin war, schrieb Münch den Sieg dem Team zu. Lily Slusarczyk habe es mit Nora Becker auf der für sie ungewohnten Mittelposition hervorragend gemacht. Auf Linksaußen sprang Katharina Demmig in die Lücke, verteidigte zudem stark auf halb. Antonia Illigen machte auf Rechtsaußen wichtige Tore, Sarah Bertelsmann am Kreis. Bertelsmann, auch im Innenblock eine Bank, musst über 60 Minuten durchspielen, weil kurzfristig auch noch Steffi Bergmann ausgefallen war. Chiara Drews machte ihr erstes Tor. Ein Sonderlob gab es für die Abwehrleistung mit einer gut stehenden Torfrau Anke Sluga gegen den starken Strombacher Rückraum.
Günter Hiege – Westdeutsche Zeitung

