Im letzten Heimspiel des Jahres 2025 und zum Abschluss der Hinrunde sind die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstag ab 17 Uhr gegen den HC Burgenland gefordert, der den aktuell besten Werfer in seinen Reihen hat. Wie die Füchse trotz weiter sehr angespannter Personalsituation den formstarken Tabellenachten der Regionalliga Mitteldeutschland besiegen wollen.
Es ist eine Bilanz, die den Rot-Weißen nicht unbedingt Hoffnung auf den so wichtigen doppelten Punktgewinn macht: Zum einen konnten die Spitzenstädter erst einmal gegen die Naumburger auf eigenem Parkett jubeln – in der ersten Saison in der Mitteldeutschen Oberliga am 26. Oktober 2013 beim 34:32-Erfolg – und zum anderen sind die Domstädter seit mittlerweile vier Spielen ungeschlagen. „Burgenland ist eine sehr starke Mannschaft, was auch die letzten Ergebnisse bestätigen und die zeigen uns, wie schwer die Aufgabe wird“, nennt Einheit-Trainer Mario Schuldes die Siege bei den Spitzenmannschaften HSV Bad Blankenburg (30:29) und HC Elbflorenz II (34:30) sowie den 25:22-Erfolg gegen den SV Oebisfelde sowie das 29:29-Unentschieden bei Mitabsteiger und Tabellenzweiten SV Anhalt Bernburg: „Burgenland hat einen breiten Kader mit individuell sehr starken Spielern sowie einer körperlich sehr starken und kompakten 6:0-Abwehr mit starken Torhütern.“ Das untermauert auch die Torschützenliste, die aktuell Hannes Rabe mit 109 Treffern in 14 Partien (7,79) anführt. „Er ist ein starker Halblinker und sehr torgefährlich aus dem Rückraum, aber Burgenland hat viele verschiedene Spielertypen“, weiß Schuldes: „Wir müssen ihn in den Griff bekommen, dürfen uns aber auch nicht nur auf ihn konzentrieren, weil seine Nebenleute auch sehr gut sind.“ Deshalb gilt es für die Vogtländer, die zuletzt bei der 32:34-Niederlage in Freiberg wackelige Defensive wieder zu stabilisieren. „In der Abwehr müssen wir im Verbund sehr gut decken, die Eins-gegen-eins-Situationen gewinnen und den Spielfluss von Burgenland zu stoppen“, fordert der Übungsleiter: „Im Angriff müssen wir den Ball gut laufen lassen, viel in die Breite gehen und vor allem effektiver im Torabschluss sein.“ Dass der Drittliga-Absteiger zum Abschluss der Hinrunde nur auf dem achten Tabellenplatz steht, liegt vor allem an wechselhaften Leistungen im ersten Drittel der Saison. „Burgenland hatte bisschen Zeit gebrauchte um in der Liga anzukommen und hatten auch einige verletzte Spieler, die zurückkamen – und haben sich auch während der laufenden Saison noch verstärkt“, berichtet Mario Schuldes: „Wir wollen zwei wichtige Punkte holen, aber dafür müssen wir unsere Fehler minimieren und wenn uns das gelingt, dann haben wir auch die Chance, Burgenland zu besiegen.“ Damit das im letzten Heimspiel des Jahres 2025 gelingt, müssen die Füchse nicht nur ihr Spiel aufs Parkett bringen, sondern hoffen auch wieder auf die lautstarken rot-weißen Fans. „Wir brauchen die Unterstützung von den Rängen, der Funkte muss von den Jungs auf die Fans und wieder zurück überspringen“, setzt der Einheit-Trainer auf die treuen Anhänger: „Wenn wir zusammen viele Emotionen reinlegen, dann wird es vielleicht bisschen leichter, die weniger werdenden Optionen und Wechselmöglichkeiten auszugleichen – und noch paar zusätzliche Kräfte freizusetzen.“
Von Florian Wißgott (flow)


