Die Meisterträume der U19 in der Regionalliga Baden-Württemberg sind mit einem 30:30-Remis in Pforzheim zerplatzt.
Mit drei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Ludwigsburg und dem direkten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag besteht die Chance zwar rein rechnerisch noch, doch Ludwigsburg kann mit einem Sieg am kommenden Sonntag beim Tabellenletzten Heiningen vorzeitig alles klarmachen. Bitter ist dazu die Art und Weise. Selbst geschwächt durch Abstellungen an die erste Mannschaft und U21 war man gewarnt vor den Goldstädtern – und musste mit der Schlusssirene doch noch den 30:30-Ausgleich durch Hannes Abt hinnehmen. Ein Sieg hätte noch realistische Meisterchancen eröffnet. So blieben nur hängende Köpfe und riesengroße Enttäuschung nach einer bislang famosen Entwicklung in dieser Saison.
„Wir waren von Anfang an nicht griffig genug in der Abwehr und haben viel zu viele technische Fehler gemacht, uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, listete Dennis Kugler die Schwachstellen an diesem Tag auf. Auch das gewohnte Tempo in der Offensive fehlte über weite Strecken, sodass man den Gegner zu selten wirklich unter Druck und Stress setzen konnte. Über das ganze Spiel wogte die Partie hin und her, ehe Pforzheim sieben Minuten vor Schluss mit 26:22 in Front lag. „Dann wachen wir wieder auf“, so der HSG-Coach, der drei Minuten vor Schluss den 27:27-Ausgleich von Luis Stoller bejubeln konnte. Kurz darauf folgte die 29:28-Führung, 32 Sekunden vor dem Ende das 30:29. Bis der Buzzerbeater den Schlusspunkt bildete. „Maximal bitter für uns, aber insgesamt verdient, weil wir zu viele Fehler gemacht haben“, so Kugler, der angesichts der personellen Lage der aktiven Mannschaften mit großer Sorge auf die Entwicklung der U19 in den nächsten Wochen blickt.
HSG Konstanz U19: Oscar Mogg, Jonas Lamprecht (beide Tor); Luis Stoller (5/4), Noah Kilian, Lasse Beck (1), Nils Richter (3), Luan Veeser, Emil Padberg, Philipp Schäffer (3), Lukas Nosch, Hugo Dent (5), Kilian Epp (2), Peter Schlund (2), Luke Osann (3), Benedikt Baumann (6).



