Im Zuge des anstehenden Trainerwechsels und dem Rücktritt mehrerer leistungstragender Spieler verabschiedet sich der Verein von zentralen Figuren, die das Team über Jahre hinweg sportlich geprägt und getragen haben. Gleichzeitig richtet der BSV Bern den Blick mit grossem Vertrauen und Zuversicht nach vorne – und setzt auf Entwicklung und neue Impulse für die Zukunft.
Trainerwechsel zur kommenden Saison
Zur neuen Saison kommt es zu einem Wechsel auf der Trainerbank des NLB-Teams des BSV Bern: Tim Weber gibt sein Amt aus beruflichen Gründen ab. Der 30-Jährige, der selbst viele Jahre im Trikot des BSV Bern aktiv war, führte das Team zuletzt mit grossem Engagement von der 1. Liga ins Mittelfeld der Nationalliga B. Aufgrund seiner Tätigkeit als Arzt kann Weber das notwendige Pensum künftig nicht mehr mit dem Trainerjob vereinbaren. Wir danken Tim herzlich für seinen grossen Einsatz und wünschen ihm beruflich wie auch privat nur das Beste.
Auch Assistenztrainer Mathias Heger gibt Traineramt ab
Assistenztrainer Mathias Heger wird kommende Saison nicht mehr an der Seitenlinie stehen. Der langjährige Nachwuchstrainer war in verschiedenen Funktionen tätig – unter anderem bei Juniorenteams und in der Academy – und hat mit grossem Engagement zur Entwicklung junger Talente beigetragen. Er wird weiterhin die Athletik der Academy-Junioren verantworten.
Arne Lorenzen übernimmt das NLB-Team
Als Nachfolger übernimmt Arne Lorenzen das Traineramt des NLB-Teams. Der erfahrene Coach ist bereits seit mehreren Jahren in der Mobiliar Arena aktiv: Als Juniorentrainer und als einer der Hauptverantwortlichen der National Handball Academy Bern (NHAB) leistet er wertvolle Aufbauarbeit im Nachwuchsbereich. Zuvor war Lorenzen unter anderem Trainer der 1. Liga-Frauen des DHB Rotweiss Thun sowie der 1. Liga-Männer beim HS Biel. Beim BSV Bern wird er neben dem NLB-Team weiterhin die U19 Elite sowie die Academy betreuen.
Nebst dem Trainerwechsel gibt es auf Spielerseite mehrere Abgänge zu vermelden: Flavio Lehmann, Manuel Bamert, Christian Stämpfli, Destiny Oyamendan, Nicolas Dubach und Sebastian Christensen haben sich aus unterschiedlichen Gründen entschieden, ihre Handballkarriere zu beenden.
Destiny Oyamendan
Der 24-jährige Linkshänder stiess 2012 zum BSV Bern und durchlief seither fast alle Juniorenstufen des Vereins. In bisher 13 Saisons und 192 Meisterschaftsspielen erzielte Oyamendan 552 Tore für den Stadtberner Verein. Er entwickelte sich zu einer festen Grösse im NLB-Team und absolvierte zudem 16 Partien in der QHL. Nun beendet er seine Handballkarriere und möchte sich künftig auf sein Studium konzentrieren.
Nicolas «Dubi» Dubach
Dubach begann 2001 bei Handball Grauholz und wechselte 2009 zum BSV Bern, für den er seither durchgehend spielte. In 15 Saisons absolvierte er 288 Meisterschaftsspiele und erzielte dabei 636 Tore. Der 31-Jährige war als schneller Flügelspieler über viele Jahre ein fester Bestandteil des Teams. Eine anhaltende Verletzung hinderte ihn in dieser Saison an einem Comeback in der NLB, weshalb er sich nun zur sportlichen Pensionierung entschlossen hat.
Christian Stämpfli
Stämpfli ist seit 2006 eng mit dem BSV Bern verbunden. Abgesehen von drei Spielen für Handball Grauholz blieb er während seiner gesamten Karriere dem Stadtberner Verein treu. In 18 Saisons und 337 Meisterschaftsspielen erzielte er 867 Tore für den BSV Bern. In der aktuellen Saison bildete er gemeinsam mit Oyamendan, Schnyder und Rasmussen einen starken rechten Rückraum. Auch er hängt nun im Alter von 30 Jahren seine Handballschuhe an den Nagel.
Manuel Bamert
Der Zürcher kam 2017 zum BSV Bern und spielte zunächst in der 1. Liga, bevor er für drei Jahre zum HS Biel in die NLB wechselte. Seit 2021 war Bamert wieder für den BSV aktiv und ein fester Bestandteil des NLB-Teams. Der clevere Spielmacher erzielte in sechs Saisons und 101 Meisterschaftsspielen insgesamt 393 Tore für die Stadtberner. Nach einer langen Handballreise hat er sich mit 27 Jahren entschieden, seine Karriere im Leistungssport zu beenden.
Flavio Lehmann
Lehmann entdeckte seine Leidenschaft für den Handball beim HBC Münsingen und stiess 2016 zur Nachwuchsabteilung des BSV Bern. Der 22-Jährige durchlief alle Juniorenstufen und kämpfte sich nach einer schweren Verletzung zurück ins Team. Danach kam der Linkshänder in der NLB beim TV Solothurn sowie in der 1. Liga des BSV Bern zum Einsatz. Trotz seiner Rückkehr wurde er zuletzt erneut vom Verletzungspech eingeholt – nun hat er sich schweren Herzens gegen eine weitere Handballzukunft entschieden. In acht Saisons und 110 Meisterschaftsspielen erzielte er 216 Tore für den BSV Bern.
Sebastian Christensen
Der 24-jährige Rückraumspieler Sebastian Christensen wird den BSV Bern nach nur einer Spielzeit wieder verlassen und in seine dänische Heimat zurückkehren. Erst zu Beginn der vergangenen Saison wechselte Christensen vom dänischen Club Køge Håndbold in die Schweiz, wo er für den BSV sowohl in der NLB als auch teilweise in der QHL zum Einsatz kam. Nun zieht es ihn zurück nach Dänemark – seine Zeit beim BSV Bern endet somit nach nur einem Jahr.
Die beiden Trainer sowie die sechs Spieler waren allesamt Teil des Aufstiegs von der 1. Liga in die NLB – Gratulation und vielen Dank für euren jahrelangen Einsatz im Dienste des BSV Bern!



