Bei Handball Stäfa steht ab heute Abend mit Marco Wyss ein Torhüter wieder im Kader, der im Sommer eigentlich vom leistungsorientierten Handballsport zurückgetreten war. Der 35-Jährige hatte sich auf diese Saison hin dem Zweitligisten STV Baden angeschlossen, will den QHL-Aufsteiger vom Zürichsee nun aber im Kampf um den Ligaerhalt auf und neben dem Feld unterstützen. Wyss ist bereits heute Abend im Auswärtsspiel gegen Wacker Thun (19.15 Uhr, Lachenhalle) spielberechtigt.
«Der Rücktritt von Marco Wyss Ende letzter Saison war ein grosser Verlust für Handball Stäfa. Wir hatten mit ihm nicht nur einen exzellenten Torhüter, sondern auch einen tollen Menschen, Teamplayer und Motivator verloren. Umso mehr freut es uns, dass er zurückgekommen ist, um uns auf dem Weg nach vorne zu unterstützen», sagt Stäfas Geschäftsführer Roger Felder.
Der Abgang nach zwei Saisons in Stäfa war primär wegen der langen Wege aus dem Aargau erfolgt, wo Wyss wohnt und arbeitet. «Es war für mich einfach zu umständlich, das volle Programm zu bestreiten», sagt der 35-Jährige, der aber immer signalisiert hatte, «wenn Stäfa mich braucht, bin ich bereit». Nun sei dieser Fall eingetreten. «Mein Job hat Priorität, weshalb ich gewisse Termine in der QHL nicht wahrnehmen kann. Ich unterstütze das Team aber gerne auf dem Feld oder im Training.» Die Fans auf dem Frohberg und der Wille der Mannschaft seien schon sehr speziell. Von seinen gesundheitlichen Beschwerden der vergangenen beiden Jahre hat sich Wyss gut erholt. «Ich bin fit und bereit auch diesmal alles zu geben für meine Mannschaft und diesen Verein, in welcher Form oder Rolle auch immer», sagt der erfahrene Goalie, der ab sofort für Stäfa spielberechtigt ist.



