Am Mittwoch starten die Kadetten Schaffhausen in die Quickline Handball League – mit dem Ziel, den Meisterpokal wieder zurück nach Schaffhausen zu holen. Auf Grundlage eines nachhaltigen Weges und der Einbindung des eigenen Nachwuchses. Das neue Frauenteam der Kadetten Schaffhausen geht in der zweithöchsten Liga, der SPL2, an den Start.
Gemeinsamer Heimspieltag von Frauen- und Herrenteams am Samstag
Zum Heimauftakt am Samstag gibt es direkt einen gemeinsamen Heimspieltag. Um 15.30 Uhr empfangen die von Vladislav Radomir trainierten SPL2-Frauen LK Zug II, direkt danach um 18 Uhr spielt das Fanionteam der Kadetten gegen Wacker Thun zum ersten Mal in der neuen Saison in der BBC Arena. Zuvor ist die Mannschaft der beiden neuen Trainer Jonas Wille und Jørgen Laug schon am Mittwoch um 19.15 Uhr beim HSC Suhr Aarau gefordert. Beim Team von Petr Hrachovec laufen neu auch David Hrachovec (einjährige Leihe) und Manoy Ugiabe auf. Neu im Kadetten-Dress sind indes der ehemalige Aarauer Nikos Sarlos (linker Flügel), Frederik Tilsted (Mittelmann), der Schweizer Nationaltorwart Mathieu Seravalli, Mikkel Olsen (Kreisläufer) und Milan Lutz (rechter Flügel) aus dem eigenen Nachwuchs. Alle Spiele werden weiterhin live auf RED+ übertragen.
Neun Spieler des Profiteams stammen aus dem eigenen Nachwuchs
Die eigene erfolgreiche Nachwuchsarbeit trägt weitere Früchte. Zum erweiterten Kader der Profimannschaft zählen nun Julian Kemmerling, Gwendal Dussey, Silas Müller und Manuel Speicher. Damit stammen neun Spieler des Profiteams aus dem eigenen Nachwuchs. Sie alle durchliefen das eigene Nachwuchsprogramm und die Suisse Handball Academy. In dieser starten 40 Talente in das Spieljahr 2026/27. Dazu kommen neun Torhüter in der Suisse Goalkeeper Academy. Das Angebot wurde zu neuen Saison für die jüngeren Jahrgänge weiter ausgebaut. So profitieren künftig 30 Nachwuchstalente in den Altersstufen U13 und U15 von zusätzlichen Einheiten. Diese intensive Ausbildung zahlt sich aus. Acht ehemalige Academy-Spieler sind aktuell im Ausland als Profi aktiv, 30 Spieler stehen in QHL-Kadern für die Saison 2026/2027, elf Spieler gehören dem Kader der A-Nationalmannschaft an. Die Kadetten konnten zu dieser Saison mit Dennis Horn zudem einen weiteren ausgewiesenen Fachmann für die Nachwuchsausbildung gewinnen. Bei der Wahl des Nachwuchstrainers der Saison 2025/26 in Deutschland wurde der neue U19-Trainer, der ab Sommer 2027 ausserdem die Aufgaben als Leiter Leistungssport Junioren und Anschlussförderung übernehmen wird, auf den zweiten Platz gewählt. Die Suisse Handball Academy ist ab sofort auf ihrer eigenen Website unter www.sha-sh.ch zu finden.
Talentschmiede Kadetten Espoirs
Auch die Kadetten Espoirs gehen mit einem neuen Trainerteam in die Nationalliga B. Mit Peter Kukucka und Leszek Starzan sowie einem blutjungen Team mit vielen hoffungsvollen Talenten starten die Espoirs am Sonntag um 16 Uhr gegen die ambitionierte HSG Baden-Endingen die neue Spielzeit in der BBC Arena. Neben der frühzeitigen Sicherung des Klassenerhaltes steht vor allem die individuelle Entwicklung der Spieler im Vordergrund.
Vorfreude auf die neue Saison
Nach den guten Leistungen der Kadetten in der Vorbereitung herrscht grosse Vorfreude auf die neue Saison in der Quickline Handball League. Hohe Ziele haben sich die Orangen dafür gesteckt. Ganz oben steht der Gewinn der Meisterschaft, zudem die Titelverteidigung im Cup und das Erreichen des Achtelfinals in der EHF European Handball League. Die Mannschaft verfüge über das nötige Siegergen und die Region wolle das, unterstreicht Präsident Giorgio Behr. «Ich denke auch», sagt er, «dass der kleine Unterbruch allen gutgetan hat. Alle werden hungriger, die Leute wissen, dass es kein Selbstläufer wird, und es braucht viel.» Fans, Partner und das ganze Umfeld wissen, welch harte Arbeit dafür nötig sei. Nach zwei Siegen und einem Remis gegen starke Bundesligisten in der Vorbereitung zeigt er sich jedoch zuversichtlich, dass die Vorrausetzungen geschaffen wurden, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen. Alles mit einem nachhaltigen Weg, der Einbindung vieler eigener Nachwuchstalente, der hochmodernen Infrastruktur der BBC Arena und gezielten Verstärkungen. Vier Schweier Nationalspieler stehen aktuell im Team, dazu kommt Nikos Sarlos, der ebenso zum erweiterten Aufgebot der Nati gehört wie die Leihgabe nach Aarau, David Hrachovec. Behr sieht den nachhaltigen Weg gesamthaft über den sportlichen Bereich hinaus und führt aus: «Es geht um Nachhaltigkeit im Aufbau, im Umfeld mit den vielen Funktionären und Funktionärinnen, der unglaublich breiten Pyramide von Gönnern und Partnern und eine breite, nachhaltige, immer wiederholbare Finanzierung.»
Mehr Tempo, mehr Breite im Spiel
Mit den bereits bestens integrierten und starken Neuzugängen scheint die Mannschaft bereit für den Saisonstart. Unter dem neuen Trainerteam war eine deutliche Tempoverschärfung mit gutem Umschaltspiel und besserer Einbindung der gefährlichen Flügelspieler zu beobachten. Auch wenn Wille noch von einem laufenden Entwicklungsprozess nach den ersten vier Wochen mit seiner neuen Mannschaft spricht, so machten die erfrischenden Auftritte in den Testspielen gegen starke Gegner aus der Bundesliga Lust auf mehr. «Die Dynamik im Angriffsspiel ist zurück», freut sich Behr und fügt an: «Ich glaube, die ganze Mannschaft freut sich auf die neue Ausrichtung. Alle strahlen und haben Freude.» Zwar werde man noch etwas Zeit benötigen, um im «bewährten, harten Abwehr-Modus» zu sein, doch offensiv waren die Ansätze schon vielversprechend. Bis zum Start der EHF European League am 30. September bleibt den Orangen noch etwas Zeit, doch bereits die ersten Spiele in Aarau und gegen Wacker Thun werden fordernd sein. Am 12. und 20. September warten zudem die schweren Auswärtspartien bei Pfadi Winterthur und dem HC Kriens-Luzern.
Der Saisonstart in der Quickline Handball League
1. Spiel QHL: 26. August, 19.15 Uhr Schachenhalle Aarau, HSC Suhr Aarau vs. Kadetten Schaffhausen
2. Spiel QHL: 29. August, 18 Uhr BBC Arena, Kadetten Schaffhausen vs. Wacker Thun




