Nach zwei Jahren bei den Kadetten Schaffhausen möchte der talentierte Rückraumspieler Manoy Ugiagbe ab der kommenden Saison beim HSC Suhr Aarau die nächsten Schritte seiner noch jungen Handball-Karriere machen. Zuvor ist er mit der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Rumänien im Einsatz.
Im Interview spricht der 20-Jährige darüber, wie er in den letzten zwei Jahren lernte, ein Profi zu sein, was ihn im Umfeld mit vielen A-Nationalspielern half, ob er sich eine Rückkehr zu den Kadetten vorstellen kann und was er sich nun im Verein und mit der U20-Nationalmannschaft für Ziele gesetzt hat.
Manoy, zwei Jahre hast du bei den Kadetten verbracht. Was nimmst du aus dieser Zeit mit, was waren besondere Momente?
Die grossen Spiele und Erfolge in der European Handball League waren sehr besonders. Aber auch jedes Training, jede Einheit war gerade für mich als junger Spieler sehr wertvoll. Ich konnte viel lernen und erfahren, was es heisst, ein Profi zu sein, zu reisen, auf Topniveau zu spielen – und auch mit dem damit verbundenen Druck umzugehen. Diese zwei Jahre haben mich persönlich wie sportlich enorm weitergebracht. Ich möchte mich deshalb ganz besonders bei Präsident Giorgio Behr und Geschäftsführer David Graubner bedanken, die mir sehr geholfen haben und stets ein offenes Ohr für mich hatten. Unserem Betreuer Max Böni und unserem Medical Team möchte ich ebenfalls noch einen grossen Dank aussprechen. Sie haben bei meinen Verletzungen viel investiert. Danke auch an meine Mitspieler und die Fans, die uns immer supportet haben.
Was hat dir dabei geholfen, in einem Umfeld mit vielen A-Nationalspielern anzukommen und mitzuhalten?
Es ist nicht einfach, vom Heimatverein wegzuziehen und sich sofort auf einer höheren Klasse zu beweisen. Umso schöner war es, wie offen meine Mitspieler waren, wie hilfsbereit. Ebenso der Staff. Als junger Spieler profitiert man sehr davon, sich mit den erfahreneren Spielern auszutauschen und sich ihre Erfahrungen und Meinungen einzuholen. Zudem gilt es, die zugewiesenen Aufgaben und Rollen gut anzunehmen.
Bald beginnt ein neues Kapitel beim HSC Suhr Aarau für dich. Was hast du dir persönlich für Ziele gesetzt?
Wer mich kennt, weiss, dass ich mir immer grosse Ziele und hohe Ansprüche für mich selbst setze. Ich möchte gerne vorausgehen, mich weiterentwickeln, Leistungsträger werden und meinem neuen Verein dabei helfen, erfolgreich zu sein.
Ist eine spätere Rückkehr zu den Kadetten für dich vorstellbar?
Auf jeden Fall. Zunächst gilt es für mich, in Aarau einen guten Job zu machen. Wohin mich mein Weg später einmal verschlägt, wird man sehen. Ich hatte jedoch immer gute, offene Gespräche mit den Kadetten und es besteht nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis.
Aktuell bist du mit der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft zu einer Lehrgangsmassnahme in der BBC Arena in Schaffhausen. Was bringen die nächsten Wochen für dich?
Seit Dienstag sind wir in der BBC Arena und bereiten und auf die Airport Trophy Ende Juni vor. Anfang Juli folgt der letzte Feinschliff und ab 8. Juli sind wir bei der U20-Europameisterschaft in Rumänien gefordert.
Welche Ziele verfolgt ihr dort?
Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft steht ganz oben, um dem jüngeren Jahrgang die Chance auf grosse Erfahrungen auf Topniveau zu ermöglichen. Wir müssen uns mit neu zusammengesetztem Team noch finden, haben jedoch die Qualität, um eine gute EM zu spielen.
Zurück zur Entwicklung der Quickline Handball League. Wie schätzt du diese und das Niveau ein?
Die Liga ist ausgeglichener geworden, jeder kann jeden schlagen. Viele Teams setzen auf junge Spieler, die sich beweisen wollen. Die Liga wird aus meiner Sicht besser und attraktiver.




