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Handball-Papst

Einheit feiert Sieg und vorzeitigen Klassenerhalt

von HC Einheit Plauen e.V.
27. April 2026
in Mitteldeutscher Handball-Verband - Mitte - Männer - Regionalliga
Einheit feiert Sieg und vorzeitigen Klassenerhalt

Die Mannschaft des HC Einheit Plauen für die Saison 2024/2025 in der Regionalliga Mitteldeutschland. Foto: Kay Säckel

Mit dem deutlichen 33:23-Erfolg im sogenannten Vier-Punkte-Spiel beim Mitkonkurrenten HC Aschersleben um den Ligaverbleib machten die Handballer des HC Einheit Plauen am Samstag den vorzeitigen Klassenerhalt in der Regionalliga Mitteldeutschland perfekt.

Es war ein ganz besonderer Empfang für die Handballer des HC Einheit Plauen: Als die Rot-Weißen am späten Samstagabend kurz vor Mitternacht von ihrer Auswärtsfahrt beim auf dem 14. Tabellenplatz stehenden HC Aschersleben zurückkamen, wurden die Füchse lautstark mit Jubelgesängen nach dem hohen 33:23-Sieg und dem damit verbundenen Verbleib in der Regionalliga Mitteldeutschland begrüßt. „Es war ein wichtiger, aber auch absolut verdienter Sieg, denn gerade was die Jungs in der zweiten Halbzeit gemacht haben, war ganz stark und so haben sie sich den Klassenerhalt zwei Spieltage vor Schluss absolut verdient“, freut sich Einheit-Trainer Mario Schuldes sehr: „Das war das Minimalziel und die Saison ist zwar nicht so verlaufen, wie wir uns das erhofft hatten, aber am Ende sind wir mit einem blauen Auge davongekommen – und wir werden versuchen, das Positive mitzunehmen, aber auch unsere Lehren aus dem Negativen ziehen, um wieder eine anderes Gesicht zu zeigen.“ Ein neues Gesicht hatten auch die Alligatoren, die für die kommende Saison Torhüter Tino Soutschek von der TSG Calbe aus der Oberliga Sachsen-Anhalt verpflichteten und der Schlussmann nach achtwöchiger Sperre seinen Einstand gegen die Spitzenstädter gab. „Uns war klar, dass es für Aschersleben mehr als ein Vier-Punkte-Spiel ist, die auch alles im Kader aufgeboten hatten, was für die Alligatoren spielt und sogar noch den Schlussmann geholt“, erzählt Schuldes: „Ich hatte gehofft, dass wir den Schwung aus dem Delitzsch-Spiel mitnehmen können, haben uns die ganze Woche auf das Duell vorbereitet und nichts anderes gemacht.“ Dennoch sind die Vogtländer schlecht in die Partie gekommen und lagen nach knapp fünf Minuten mit 1:3 zurück. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, machten es im Angriff nicht gut und konnten uns auf den neuen Torhüter nicht einstellen, wie er hält oder wie wir werfen müssen, was schade war“, bedauert der Übungsleiter fünf Fehlwürfe und zwei technische Fehler allein in den ersten neun Minuten, die zum 4:4-Zwischenstand führten: „Da ist es Felix, der uns im Spiel hält, sonst hätte sich Aschersleben absetzen können.“ Denn der Plauener Schlussmann knüpfte von Beginn an seine starke Leistung gegen Delitzsch an und sorgte mit seinen Paraden für die Sicherheit, dass sich seine Mitspieler nun in der Folge stabilisieren konnten. „Es war Druck da, wir wussten, wie wichtig das Spiel ist und deshalb waren die Jungs vielleicht auch bisschen nervös“, sucht Mario Schuldes eine Erklärung für den erneuten Rückstand beim 8:10 nach 24 Minuten: „Die Jungs haben es dann aber besser und weniger Fehler gemacht – auch, weil die Abwehr richtig gut stand und die Torhüter über die ganze Partie präsent waren.“ So lief nun der eingewechselte Matej Brychlec zur Höchstform auf und legte mit seinen Paraden die Grundlage für die 13:12-Halbzeitführung. „Wir haben die Kurve bekommen, wenig zugelassen und sehr viel konsequenter abgeschlossen“, lobt der Einheit-Trainer vor allem auch das Agieren in Unterzahl: „Die Jungs haben das gut gemacht und hatten auch bisschen Glück in der ein oder anderen Aktion.“ So landete beispielsweise im ausgeglichenen ersten Durchgang bei einem Zeitspiel die Hand vom Gegner im Gesicht, was mit einer Zeitstrafe geahndet wurde und so beim Fünf-gegen-Fünf wieder Gleichzahl herrschte oder die Füchse nach einem Fehler beim Anspiel von den Sachsen-Anhaltern einfach in Ballbesitz kamen. „In den ersten 30 Minuten verwerfen wir noch zu viel, dadurch bleibt es so eng, aber nach dem Seitenwechsel machen wir weniger Fehler, fackeln die Würfe ins Tor und machen Tempo“, strahlt Schuldes: „Wir wussten, dass so Aschersleben Probleme bekommt und dann hat Matej das Tor zugenagelt, wir haben schnell umgeschalten und über die erste sowie zweite Welle viel Druck gemacht – und dann konnte Aschersleben nicht mehr.“ Denn mit einem 5:1-Lauf bis zum 18:13 nach gut 37 Minuten zogen die Rot-Weißen das Spielgeschehen an sich. „Die Abwehr hat bombastisch gearbeitet, was da Jakob und David im Mittelblock gemacht haben, war Spitze, wie viele Bälle sie rausgeholt haben, wie viele Zweikämpfe sie gewonnen haben, wie viel Kontakt sie gesucht haben – und wenn Aschersleben doch mal durchkam, dann war Matej da“, schwärmt der Übungsleiter von der überragenden Defensive und dem tschechischen Schlussmann, der allein sechs freie Würfe parierte: „Die Verteidigung hat öfter Aschersleben zu technischen Fehlern und zu schwierigen Würfen gezwungen, die teilweise sogar Matej fangen konnte.“ So bauten die Spitzenstädter die Führung kontinuierlich aus und lagen beim 29:18 nach knapp 54 Minuten erstmals mit elf Toren vorn. „Pedro machte in der zweiten Welle viel Druck über die linke Seite und bediente gut Gian und Kaca oder am Kreis Flo“, verteilt Mario Schuldes an Petr Jahn ein Extralob, der großen Anteil daran hatte, dass die beiden Linksaußen Gian-Luca Corda (7) und Jan Kacin (5) zusammen zwölf Tore erzielten sowie Florian Wokan sieben Treffer bejubelte: „Wir haben die Belastung gut verteilt, was uns gut getan hat und so konnten wir das Tempo hochhalten.“ Zwar versuchten die Hausherren in der Schlussphase mit einer 5:1-Deckung sowie sehr offensiven 3:3-Formation nochmal, zu Ballgewinnen zu kommen, aber gerade Jahn und Wokan lösten diese Herausforderung gut mit einem Eins-gegen-Eins – und sicherten so zur Freude der zahlreich mitgereisten Fans den souveränen 33:23-Sieg sowie vorzeitigen Klassenerhalt. „Der Schlüssel zum Erfolg war die Abwehrarbeit im Zusammenspiel mit den Torhütern“, resümiert der Einheit-Trainer, der insgesamt 18 Paraden sowie nur sechs technische Fehler und insgesamt 16 Fehlwürfe in der Statistik notierte: „Die Jungs haben eine konzentrierte Leistung gezeigt, viel umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und das hat gut funktioniert – und so haben wir Aschersleben gerade in der zweiten Halbzeit keine Chance gelassen.“

HC Einheit Plauen: Misar, Brychlec, Neef – Corda (7), Wokan (7), Janàsek (1), Krüger (2), Linhart (7/4), Kacin (5), Jahn (2), Zbiral (2), Stegner, Sira; Trainer Mario Schuldes, Co-Trainer Josef Pour, Mannschaftsverantwortlicher Bernd Grimm

HC Aschersleben: Soutschek, Thäder, Malig – Pit Seifert (4/3), Fohrer (1), Chris Hoffmann (1), Balint, Schreier (6), Rojewski, Paul Hoffmann, Weber (1), Nupnau, Van Olphen (1), Völksch (4), Frank Seifert (1), Filippov (4); Trainer Martin Wartmann, Co-Trainer Carsten Kommoß, Mannschaftsverantwortlicher Leon Klug, Physio Karina Band

Verwarnungen: keine für HC Einheit Plauen, keine für HC Aschersleben

Zeitstrafen: 2 für HC Einheit Plauen, 3 für HC Aschersleben

Siebenmeter: 4 für HC Einheit Plauen, 3 für HC Aschersleben

Von Florian Wißgott (flow)

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