Spannung bis zum letzten Spiel der FIVERS gegen UHC Clickmasters Hollabrunn gab es bei finalen Turniertag der Gruppe Ost Gruppe Ost im MEHR LEBEN HNDBL3BEAT powered by Finanzfuchsgruppe Bewerb. Als Sieger ging am Ende nach drei Turniertagen roomz JAGS Vöslau hauchdünn mit einem Punkt Vorsprung vor den FIVERS hervor.
Gleich zum Auftakt kam es in einer zuweilen emotionalen und temporeichen Partei zwischen FIVERS und Tabellenfüher roomz JAGS Vöslau zu einem 3:3 nach 2×15 und 7er-Werfen. Beide Teams gewannen je ein Spiel (7:6; 5:9), danach endete das 7er-Werfen mit einem 3:3. Schon dieses Endergebnis zeigt, dass die Torhüter auf beiden Seiten an diesem Abend starke Auftritte hatten (Olikseii Novikov und Marko Konstantin bei den FIVERS, Tom Bauer und Florian Kaiper bei Vöslau). Am Spielfeld zeigt sich bei den Gästen aus Niederösterreich Leonardo Abrahao Silveira bärenstark, bei den FIVERS Matthias Rattensperger.
Im zweiten Spiel des Abends konnte der UHC Clickmasters Hollabrunn in beiden Spielzeiten lange fordern (beide Lorenz-Brüder gaben wieder ein Versprechen für die Zukunft ab), dennoch holte roomz JAGS Vöslawar Fabian Schartel dabei ton-angebend. Das 7er-Werfen endete dann mit einer kleine Überraschung: Samuel Fabry hält zwei 7er und Hollabrunn entscheidet sich nach dem Heimsieg in Hollabrunn auch das 7er-Werfen in Wien gegen die Vöslauer für sich.
Dann wird es spannend: Zwar liegen die Vöslauer nach all ihren Spielzeiten sechs Punkte vor den FIVERS. Diese müssen laut Reglement aber gegen Hollabrunn alle drei Wettbewerbsteile gewinnen, damit sie mit Vöslau punktegleich sind. Sind sie punktegleich, dann zählt die Anzahl aller gewonnen Einzelbegegnungen (aller drei Teams). Auch hier wären die Vöslauer mit den FIVRS gleichauf. Wäre das der Fall, dann zählt laut Reglement die Anzahl der gewonnenen 7-Meter-Werfen. Und da hätten dann die FIVERS die Nase um den einen kleinen Tick vorne.
Die FIVERS starten schon deshalb topmotiviert in die ersten 15 Minuten gegen Hollabrunn, gewinnen diese dann mit Tempo 7:11 – Schritt 1 von 3 notwendigen aus Sicht der FIVERS ist somit abgehakt. In die zweiten 15 Minuten starten die Hollabrunner voerst besser, legen durch Fabian Lorenz bis zum 2:1 vor. Ein Zwischensprint der FIVERS führt zum zwischenzeitlichen 5:3 für die Gastgeber (Fabio Schuh stark). Angetrieben von Fabian Lorenz arbeitet sich Hollabrunn wieder heran und gleicht zum 5;5 aus (11. Minute). Zwei Empty-Net-Goals bringen die FIVERS dann wieder auf plus 2 (8:6, 13:30), Lorin Lichtblau erhöht auf 6:9 und sichert den FIVERS die nächsten zwei Punkte (Endstand 9:7 für die FIVERS).
Somit musste das 7er-Werfen den Gewinner der Gruppe Ost entscheiden: Marin Martinovic stellt auf 1:0, Ante Simic gleicht aus. Philipp Gangel stellt auf 2:1, Florian Falthansl Scheinecker gleicht aus. Dann hält Arianit Nimnjai gegen Schuh und Olikseii Novakov gegen Cirar. In dieser Tonart geht es weiter: zwei gehaltene 7er, vier Treffer – das 7er Werfen endet 5:5 unentschieden und Hollabrunn macht den roomz JAGS Vöslau zum Gruppensieger Ost.
Einen kleinen Trost gab es für FIVERS-Spieler Matthias Rattensperger: Der wurde heute zum Spieler des Tages gewählt. Eine Trophäe, über der er sich natürlich freut, die aber den für die FIVERS nicht geholten Gruppensieg nicht wett macht.
Gerhard Gedinger, UHC Clickmasters Hollabrunn: „Ich bin alles andere als unzufrieden mit unserer gezeigten Leistung. Es ist schade, dass wir praktisch vom ersten bis zum dritten Turniertag weit weg von der Bestbesetzung antreten mussten. Da kann man die Leistung unserer auch jungen Truppe gar nicht hoch genug einschätzen, wir haben sowohl Vöslau als auch die FIVERS in beiden Spielen heute gefordert. Mehr war nicht drinnen, dafür haben uns zu viele Spieler gefehlt.“
Thomas Bauer, Torhüter roomz JAGS Vöslau: „Für mich als Torhüter ist dieses schnelle Format mit dem 7-Meterwerfen natürlich eine wichtig coole Abwechslung zum Ligabetrieb. Wir haben das natürlich die letzten Wochen besonders trainiert. Im Turnierverlauf waren die Partien gegen Hollabrunn und vor allem alle Spiele gegen die FIVERS eine richtig enge Angelegenheit. Am Ende haben wir dann mit Glück und mit Unterstützung der Hollabrunner die Nase vorne gehabt. Jetzt wollen wir beim Finalturnier die Gruppe Ost würde vertreten und den Pokal holen, den wir kämpfen um jeden Titel.“
Peter Eckl, FIVERS-Trainer: „Der neue Bewerb MEHR LEBEN HNDBL3BEAT hat uns wider Erwarten richtig gut zusammengeschweißt, wir konnten ganz viel ausprobieren, uns weiterentwickeln, haben natürlich auch unsere Schwächen noch mehr herausgearbeitet. Das der Bewerb bis zum Ende, praktisch zum letzten 7-Meter nicht entschieden war, spricht für das neue Format. Im 7er-Werfen haben wir schon Meisterschaften verloren, Europacup-Spiele und jetzt leider auch dieses Format. Wie auch immer: Wir freuen uns jetzt auch auf die Pause und ein paar ruhige Tage. Und dann wollen wir gut vorbereitet in die Rückrunde gehen, richtig durchstarten.“



