Die A-Jugend des TSV Bayer Dormagen ist am Samstag nach einer 26:38 (14:15)-Auswärtsniederlage bei den Füchsen Berlin aus der Meisterschaftsrunde der A-Jugend-Bundesliga ausgeschieden. Nach der deutlichen Hinspielniederlage waren die Voraussetzungen für das Rückspiel ohnehin schwierig – insbesondere aufgrund der angespannten Personalsituation.
„Die Kadersituation war unverändert schwierig. Es gab keine Rückkehrer, zusätzlich hat Marvin Landau in der ersten Mannschaft gespielt“, erklärte Trainer Dennis Horn.
Dennoch zeigte der TSV in der ersten Halbzeit eine engagierte Leistung. Bis zur 12. Minute hielten die Dormagener das Spiel offen (6:6) und konnten den Favoriten immer wieder vor Probleme stellen. Auch mit vielen eingesetzten B-Jugendlichen präsentierte sich das Team konkurrenzfähig und ging nur knapp mit 14:15 in die Halbzeitpause.
„Wir machen das in der ersten Halbzeit wirklich gut und ärgern die Füchse so sehr, wie es unter diesen Voraussetzungen möglich ist“, so Horn.
Nach dem Seitenwechsel machte sich jedoch die dünne Personaldecke zunehmend bemerkbar. Die Kräfte ließen nach, zudem fielen weitere Spieler aus oder mussten geschont werden.
„In der zweiten Halbzeit gehen uns einfach die Körner aus. Immer mehr Spieler fallen weg oder können nicht mehr weiterspielen. Wir mussten viel improvisieren und standen am Ende in einer sehr ungewöhnlichen Konstellation auf dem Feld“, erklärte Horn.
Die Berliner nutzten diese Situation konsequent aus und setzten sich Mitte der zweiten Halbzeit entscheidend ab. In der 42. Minute führten die Füchse mit sechs Toren (24:18), zehn Minuten später war die Partie beim Stand von 31:21 endgültig entschieden. Am Ende stand eine deutliche 26:38-Niederlage.
Damit endet die Saison für die A-Jugend des TSV Bayer Dormagen im Viertelfinale der deutschen Meisterschaft.
Für Trainer Dennis Horn war es zugleich das letzte Spiel an der Seitenlinie des TSV nach sechs Jahren als Nachwuchskoordinator und Jugendtrainer. Trotz des Ausscheidens zog er ein positives Fazit:
„Ich bin wirklich stolz auf meine Jungs. Wir mussten dieses Jahr viel schlucken und haben es bis hier hin geschafft. Jetzt ist der Weg leider früher vorbei als wir dachten. Das ist so, das gehört zum Sport dazu. Ich finde, dass wir trotzdem sehr stolz darauf sein können, mit der Mannschaft so weit gekommen zu sein.“
Es spielten (und trafen) für den TSV:
Piet Hahn (7), Emil Scheel (4/3), Ben Srugies (3), Nick Srugies (3), Mats Wieczorek (3), Timo Doepner (1), Michael Scheier (1), Tom Frings (1), Jannic Marcus (1), Jannis Lidolt, Maximilian Bach, Laurin Friederich, Emil Klein



