Bregenz Handball hat sich gegen SC kelag Ferlach ein torreiches 33:33-Unentschieden in der MEHRLEBEN HLA MEISTERLIGA powered by Finanzfuchsgruppe erkämpft. In der Handballarena Rieden-Vorkloster erwischte das Team einen guten Start und zog dank einer starken Vorstellung von Torhüter Berin Brkic – acht Paraden sowie ein gehaltener Siebenmeter – früh davon. Angeführt von einem treffsicheren Gudmundur Bragi Astthorsson und Mindaugas Dumcius baute Bregenz die Führung kontinuierlich aus und ging mit einem komfortablen 18:13 in die Kabinen.
Bregenz startete nicht so gut in die zweite Halbzeit und ließ Ferlach mit einem 3:0-Lauf zurückkommen, sodass der Vorsprung auf zwei Tore schmolz. Mit einem eigenen 3:0-Lauf vergrößerte Bregenz dann den Abstand noch einmal – danach geriet der Angriff jedoch ins Stocken: Zu viele leichte Fehler – verworfene Chancen und Ballverluste im Aufbau, dazu eine bessere Torhüterleistung bei den Kärntnern – nahmen dem Spiel immer wieder den Schwung und öffneten den Gästen Tür und Tor für schnelle Gegenstöße. Auch defensiv steigerte sich Ferlach nach der Pause spürbar und stellte sich besser auf die Bregenzer Angriffsmuster ein. Die Kombination aus verbesserter Gästeabwehr und den eigenen Nachlässigkeiten reichte aus, damit sich Ferlach Zug um Zug wieder heranarbeitete. In der Schlussphase glich Ferlach aus und ging sogar kurzzeitig in Führung, ehe Claudio Svecak in der letzten Spielsekunde zum 33:33-Endstand traf und Bregenz damit zumindest einen Punkt rettete.
Dass die klare Pausenführung am Ende nicht über die Zeit gebracht wurde, lag vor allem an zu vielen einfachen technischen Fehlern in der zweiten Halbzeit. Statt die Führung konsequent zu verwalten, unterliefen der Mannschaft in entscheidenden Phasen vermeidbare Ballverluste, die Ferlach immer wieder zu leichten Toren nutzte.
Mit Astthorsson und Dumcius, die gemeinsam für 20 der 33 Bregenzer Treffer verantwortlich zeichneten, sowie einem über weite Strecken starken Berin Brkic gab es für Bregenz trotz des verspielten Vorsprungs auch positive Ansätze zu vermelden. Es gilt nun, die Fehlerquote in den kommenden Wochen zu senken, um knappe Führungen künftig auch über die volle Distanz zu verteidigen. Die nächste Chance auf einen Heimsieg bietet sich bereits nächsten Sonntag, wenn Aufsteiger MADx WAT Atzgersdorf zu Gast in Bregenz ist.
Stimmen
Gudmundur Bragi Astthorsson: „Es war eine sehr gute erste Halbzeit, aber wir sind zu verschlafen in die zweite gestartet. Wie immer haben wir zu viele dumme Fehler gemacht. Wir haben weniger unnötige Zwei-Minuten-Strafen bekommen, das ist positiv. Im Angriff vorne waren wir in der zweiten Hälfte zu wenig effektiv, dazu hat der Torhüter von Ferlach auch viele gehalten.“
Fabian Mozetic, Ferlach: „Wir sind etwas schlechter reingekommen und lagen dann schnell 7:2 hinten. Zur Halbzeit waren es dann minus 5. Dann haben wir uns in der Deckung stabilisiert und haben besser in der Abwehr gespielt. Vorne haben wir leichtere Tore gemacht und am Ende verdient einen Punkt geholt.“
Facts
HLA MEISTERLIGA – 3. Runde
Bregenz Handball vs. SC kelag Ferlach 33:33 (18:13)
Torschützen Bregenz Handball: Astthorsson Gudmundur Bragi (10), Dumcius Mindaugas (10), Svečak Claudio (3), Udjur Mladen (2), Wäger Philipp (2), Rösler Tobias (1), Steurer-Wieser Florian (1), Ramic Dian (1), Bergmayer Max (1), Ulmer Lukas (1)




