Zwei wichtige Punkte im Dreikampf gegen den Abstieg aus Österreichs zweiter Liga: Koppensteiner WAT Fünfhaus setzte sich im Heimspiel in der HLA CHALLENGE im 15. Wiener Bezirk am Sonntag in den letzten fünf Minuten gegen den direkten Konkurrenten Perchtoldsdorf Devils/Jags mit 29:25 nach 14:15-Pausenrückstand durch. In der zweiten der zehn Runden im Abstiegs-Play-Off wogte das Match lange auf Augenhöhe hin und her. Im Laufe der zweiten Hälfte übernahm Fünfhaus zunehmend das Kommando. Zwei Treffer durch den mit 10 Toren besten Fünfhauser Werfer, John Baxter, und den Rückkehrer aus der Handball-Pension, Jakob Jochmann, brachten ab der 55. Minute die Entscheidung für die Wiener gegen die Gäste aus Niederösterreich. Der rechte Flügelspieler Iago Fernandez machte danach mit 2 weiteren Toren für Fünfhaus alles klar. Koppensteiner WAT Fünfhaus hat nun bei Punktegleichheit mit 8 Zählern Perchtoldsdorf überholt und liegt damit zwei Punkte vor Tabellenschlusslicht Union Sparkasse Korneuburg, die am 29. März mit Heimrecht nächster Gegner der Wiener sind.
Es entwickelte sich von Beginn an die erwartet knappe und spannende Partie in der Abstiegsrunde der HLA CHALLENGE. Der ehemalige österreichische Teamspieler und „Handballer des Jahres 2022“ mit dem damaligen Meister Förthof UKH Krems, Jakob Jochmann, lief nach dreijähriger Spielpause für seinen Stamm- und früheren Jugendverein ein. Nach einer „Aufwärmphase“ von einer guten Viertelstunde gab Jochmanns Erfahrung neben Topwerfer Jugendteamspieler John Baxter und dem starken Auftritt von Tormann Jakov Pavic letztlich wie erhofft im Finish den Ausschlag. Nach einem Tor von Baxter war es der 32-jährige Routinier, der selbst mit einem kraftvollen Antritt und wuchtigem Abschluss für das vorentscheidende 27:25 drei Minuten vor dem Ende verantwortlich zeichnete.
Zuvor war es von Beginn an ein Match auf Augenhöhe, in dem sich keines der beiden Teams mehr als zwei Tore absetzen konnte. Bezeichnend war auch, dass in dieser Phase beide Torhüter, Jakov Pavic auf Seite der Wiener und Boris Ilov bei den Niederösterreichern, mit ihren Paraden eine entscheidende Rolle für ein ebenbürtiges Match spielten. Vor der Pause ging schließlich Perchtoldsdorf ausgerechnet durch den Ex-Fünfhaus-Rückraumspieler Emil Scheicher mit 14:15 in Führung.
In der zweiten Hälfte schien das Match dann bis zur 45. Minuten langsam in Richtung Fünfhaus zu kippen. Mit zwei sehenswerten Toren sorgten Rückraumspieler Emil Zalewski und der vom Flügel in den Rückraum beorderte John Baxter erstmals an diesem Abend mit 23:20 für einen Drei-Tore-Vorsprung für die Mannschaft aus dem 15. Wiener Bezirk. Aber wie gewonnen, so zerronnen. Innerhalb kurzer Zeit gelang Perchtoldsdorf in einer Schwächephase von Fünfhaus wieder der Ausgleich. Damit wurde das Match endgültig zum Nervenkrimi: 24:24, 25:25. In der Schlussphase zeigten die von Ivan Monev und Timo Issing betreuten Fünfhauser aber die besseren Nerven, während Perchtoldsdorf seine Angriffe nicht mehr erfolgreich abschließen konnte. Der Endstand mit 29:25 fiel allerdings klarer aus, als es das Kräfteverhältnis das ganze Spiel über war. Dem Jubel der Fünfhauser Spieler der Fünfhauser Anhänger tat das aber keinen Abbruch.
Entsprechend erleichtert und mit einem zufriedenen Siegerlächeln analysierte Fünfhaus-Co-Trainer Timo Issing das Spiel. „Wir haben vor dem Spiel gesagt, wir hoffen, dass es eine rasche Entscheidung gibt. Denn in der Regel ist es in solchen Spielen so, dass es länger offen ist. Es war ein schwieriges Spiel für die Köpfe. Wir sind gut in die zweite Halbzeit gestartet, haben dann aber eine Schwächephase gehabt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, dass wir in unser Spiel zurückgefunden haben. Wenn haben dann das Spiel gespielt, wie wir es wollten und haben den Sieg verdient. Alles in allem sind das super wichtige Punkte.“



