„Wir haben es selbst vertan.“ Lenny Fetz, Kapitän von Koppensteiner WAT Fünfhaus, zeigt sich nach der knappen 31:30-Auswärtsniederlage des Vereins aus dem 15. Wiener Bezirk gegen Sportunion Leoben aus der Steiermark selbstkritisch. Nach starker erster Hälfte und 14:18-Pausenführung gab Fünfhaus in der vorletzten Runde des Grunddurchgangs der HLA CHALLENGE Gruppe Süd/Ost die Partie in der zweiten Hälfte binnen zehn Minuten aus der Hand, erkämpfte dann erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung und vergab in Finish dann doch die möglichen zwei Punkte für einen vollen Erfolg. Fünfhaus bleibt damit vor der letzten Runde im Grunddurchgang mit dem Wiener Derby gegen HC Fivers WAT Margareten am kommenden Samstag in der Sporthalle Tellgasse Schlusslicht, aber nur knapp hinter Union Sparkasse Korneuburg und Perchtoldsdorf Devils/Jags.
Koppensteiner WAT Fünfhaus lieferte in Leoben die beste erste Halbzeit in der laufenden Meisterschaftssaison – mit wesentlich mehr Effizienz im Abschluss und einem überragenden Jakov Pavic im Tor, der die Werfer der Gastgeber beinahe verzweifeln ließ. Fünfhaus baute den Vorsprung vor allem dank sehenswerter Tore von Bernhard Huber vom linken Flügel sukzessive von 8:11 auf 9:14 bis zur 14:18-Pausenführung aus. „Es ist schade. Wir haben uns nicht belohnt für eine super erste Hälfte durch zehn schwache Minuten in der zweiten Halbzeit“, analysierte Kapitän Fetz nach dem Spiel.
Mitentscheidend war der Tormannwechsel bei Leoben, bei dem Daniel Reiter nach der Pause ins Spiel kam und sofort einige Würfe der von Ivan Monev gecoachten Fünfhauser parieren konnte. Die Führung der Wiener schmolz bis zur 40. Minute komplett dahin, kurzzeitig ging die in der Deckung nun deutlich kompakter auftretende Sportunion Leoben knapp in Führung. Aber in der besten Phase von Spielmacher Bence Stab, die er mit drei Toren krönte, drehte Fünfhaus eine Viertelstunde vor dem Ende die Partie erneut. Bernhard Huber gelang nun aus dem Rückraum die 24:26-Führung. Minutenlang war beiden Teams die wachsende Nervosität anzumerken, als das Spiel auf des Messers Schneide stand und keiner Mannschaft ein Tor gelang.
Aber das bessere Ende hatten die Gastgeber aus Leoben für sich. In der Schlussminute gelang den Hausherren der entscheidende 31:29-Vorsprung. Bernhard Huber erzielte sein 11.und letztes Tor für Fünfhaus zum 31:30-Endstand aus einem Siebenmeter bereits nach dem Schlusspfiff. Nach dem Überraschungs-Heimerfolg gegen Tabellenführer Sportunion Die Falken St. Pölten in der Vorwoche gab Fünfhaus das Auswärtsspiel gegen den Tabellensechsten damit in der Schlussphasse aus der Hand.
„Wir haben uns zu wenig zugetraut“, meinte Mannschaftsführer Fetz zur 31:30-Niederlage: „Nachdem wir uns zurückgekämpft haben, hat die letzte Überzeugung gefehlt.“ Fünfhaus wird daher ebenso wie Leoben ab März im Abstiegs-Play-Off der HLA CHALLENGE spielen.



