Der Tabellenführer tat sich viel schwerer als erwartet, am Ende nahm er aber den Sieg und zwei Punkte mit heim. Koppensteiner WAT Fünfhaus dominierte zwar in der 11. Runde der HLA CHALLENGE das Heimspiel gegen Leader UHC Speed Connect Hollabrunn in den ersten 20 Minuten nach Belieben und ging mit einem 15:14-Vorsprung in die Pause. Am Ende setzte sich der Favorit aus Niederösterreich aber mit 29:32 gegen den Gastgeber und Tabellensechsten aus dem 15. Wiener Bezirk durch. Wie schon im Auswärtsspiel vor einem Monat konnte das Fünfhauser Team mit Trainer Ivan Monev im letzten Heimspiel vor der Weihnachtspause in der Sporthalle Tellgasse die Früchte einer starken Leistung nicht ernten, behält aber mit 8 Punkten Rang 6. Vor Weihnachten stehen noch am 14. Dezember in Korneuburg und am 21. Dezember beim Wiener Lokalrivalen in Atzgersdorf zwei Spiele auf dem Programm.
Koppensteiner WAT Fünfhaus knüpfte nach den ersten Spielminuten an die sensationelle Vorstellung auswärts gegen UHC Speed Connect Hollabrunn an. Bis zur 20. Minuten kamen die Gastgeber in einen wahren Spielrausch und zogen gegen den Tabellenführer aus Niederösterreich locker auf 12:6 davon. Das war nach einem Time-Out das Alarmzeichen für Hollabrunn. Verkehrte Welt, denn Fünfhaus scheiterte nun zehn Minuten lang am Pfosten oder am gegnerischen Tormann Matic Gercar. Die Gäste holten Tor um Tor auf. Unter der Regie von Bence Stab fing sich Fünfhaus knapp vor Ende der ersten Hälfte aber wieder und ging mit einem 15:14 weiter mit einem Vorsprung in die Kabinen.
Bei Fünfhaus nagelte Bence Stab aus dem Rückraum insgesamt sechsmal den Ball ins Tor der Gäste. Mann des Spiels bei Fünfhaus war aber Flügelspieler Severin Lampert, der auch nach Wiederbeginn die Führung leicht ausbauen konnte und am Ende elf Tore erzielte. Auf der Gegenseite trumpfte mit Jonathan Provin ebenfalls ein Flügelspieler mit sogar 14 Treffern auf. Nach knapp zehn Minuten in der zweiten Hälfte übernahm Hollabrunn immer mehr das Kommando und konnte die Führung auf 18:22 ausbauen und den Vorsprung bis in die Schlussminute verwalten. Das letzte Aufbäumen von Fünfhaus beim Stand von 29:31 kam eine Minute vor dem Ende schon zu spät. Provin setzte mit seinem 14. Tor zum 29:32 den Schlusspunkt in einer sehenswerten Partie. Es war ein Match, in dem es Fünfhaus in der Hand gehabt hätte, den Tabellenführer stolpern zu lassen. Schließlich behielten aber die abgebrühteren Hollabrunner auch im elften Saisonspiel die blütenweiße Weste ohne Punkteverlust.
Hollabrunn-Manager Gerhard Gedinger atmete danach erleichtert durch: „Es war im Endeffekt das erwartet schwere Spiel. Wir haben wie schon zu Hause in der ersten Hälfte zu Beginn zu viele technische Fehler gemacht. Wir sind froh, dass wir unsere Siegesserie fortsetzen konnten. Wir haben damit die Aufgabe erfüllt.“ Bei Fünfhaus herrschte wie auch bei Co-Trainer Patrick Depauly Enttäuschung: „Leider sind wir verletzungsbedingt dezimiert ins Spiel gegangen.“. Rückraumspieler Georg Mayr-Pranzender wurde nach einer Verletzung am Freitag schmerzlich vermisst. Dennoch betonte Depauly auch: „Wir haben insgesamt eine gute Leistung gegen den Tabellenführe geliefert. Am Ende haben uns die Wechsel und die Spieler gefehlt. Schade, denn ein Sieg von uns wäre heute auch keine Überraschung gewesen“



