Die Entscheidung um die Abstiegsfrage in Österreichs zweiter Liga bis Ende Mai rückt näher. Für Koppensteiner WAT Fünfhaus gibt es vor dem sonntägigen Kellerduell im Abstiegs-Play-Off der HLA CHALLENGE auswärts gegen Perchtoldsdorf Devils/Jags zusätzlichen Auftrieb. Im ersten Spiel der Doppelrunde an diesem langen Wochenende jubelte die Mannschaft aus dem 15. Wiener Bezirk über einen 37:33-Heimerfolg nach 19:18-Pausenführung gegen die favorisierte Sportunion Leoben aus der Steiermark. Fünfhaus ist damit vor dem wichtigen Auswärtsspiel in Perchtoldsdorf mit 10 Punkten gleichauf mit den Niederösterreichern. Es kommt damit zum direkten Duell des Tabellenschlusslichts Fünfhaus gegen den Vorletzten Perchtoldsdorf. Aber auch Union Sparkasse Korneuburg steckt als Dritter im Bunde mit ebenfalls zehn Punkten mitten im Krimi um den Verbleib in der zweiten österreichischen Liga. Mann des Spiels beim Heimerfolg von Koppensteiner WAT Fünfhaus war der rechte Flügelspieler Elias Kropf mit nicht weniger als 14 Toren, davon 9 aus Siebenmetern.
Die Gäste aus Leoben erwischten in der 6. von 10 Runden im Abstiegs-Play-Off in der Fünfhauser Sporthalle Tellgasse den besseren Start. Es war das Verdienst des Topwerfers Elias Kropf und des häufig manngedeckten Rückraumspielers John Baxter, dass Fünfhaus in dieser Phase nicht gleich den Anschluss verlor. Nach dem Ausgleich von Fünfhaus zum 6:6 und zum 7:7 zog Leoben mit dem kaum zu haltenden Topwerfer Marek Kowacech und Spielmacher Marian Schweiger im Eilzugtempo auf 8:12 davon. Bei einem Time-out gab es dann aber die richtigen Worte und Anweisungen für die Heimmannschaft. Fünfhaus gewann nach und nach Oberwasser, wurde in der Abwehr konsequenter und bissiger. Es bäumte sich vor allem die gesamte Mannschaft auf, dazu trafen vorne auch Rückraumspieler Leo Paha und Youngster Vali Klicha. Die knappe 19:18-Pausenführung ging wieder auf das Konto von Elias Kropf, der bis zum Pausenpfiff dreimal den Ball bei Siebenmetern sicher verwertete.
Schon gegen Ende der ersten Halbzeit hatte Koppensteiner WAT Fünfhaus mehr Lücken in der Leoben-Abwehr gefunden und war dann meist nur mehr durch Fouls zu stoppen. Nach Wiederbeginn knüpfte Fünfhaus mit – wie könnte es anders sein – drei Toren von Elias Kropf dort an. Dazu schwächten sich die Gäste selbst: der starke Paul Hinterreiter musste bei einem schnellen Gegenstoß von Fünfhaus-Rückraumspieler Berni Huber nach einem unnötigen Foul im Zurücklaufen mit Rot vom Spielfeld. Leoben kam dadurch außer Tritt. Fünfhaus nützte diese Phase eiskalt, um bis zur 40. Minuten auf 27:21 davonziehen. Anders als zuletzt behielt Fünfhaus danach auch gegen ungestüm angreifende Leobener die Nerven. Drei mit letztem Einsatz erkämpfte Tore von Leo Paha trugen dazu bei, dass Gäste nur auf zwei Tore herankamen. Innerhalb von gut einer Minute machten dann Berni Huber, Emil Zalewski und Kreisläufer Goran Vuksa mit drei Toren in Serie bis zur 59. Minute endgültig alles klar. Entsprechend groß war der Jubel beim Team und bei den Anhängern von Koppensteiner WAT Fünfhaus.
In das Sonntagsspiel auswärts gegen Perchtoldsdorf geht Fünfhaus mit dem psychologischen Vorteil, dass die Wiener in der laufenden Saison in drei Partien noch nicht gegen Perchtoldsdorf verloren haben. Einer der Helden mit starken Paraden beim Heimsieg gegen Leoben, Fünfhaus-Tormann Felix Friedl, zeigt sich zuversichtlich: „Wir hoffen, dass wir den Schwung aus dem Leoben-Heimsieg mitnehmen können. Wir haben daheim ein Spiel gewonnen, in dem es nicht von Anfang an für uns gelaufen ist. Wir müssen einfach 60 Minuten am Gas bleiben. Wir müssen auf jeden Fall mit dieser Einstellung und diesem Kampfgeist in das Match in Perchtoldsdorf gehen. Ich glaube, wir haben jetzt begriffen, was Abstiegskampf heißt.“
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