Das war gleich mal eine doppelt weiße Weste: Die männliche D1- und D2-Jugend der JSG Schwarzbach feierten nicht nur die Meisterschaft in der Bezirksliga und der Bezirksklasse. Sie holten sich darüber hinaus jeweils den Titel, in dem sie alle Spiele gewannen. Die D2 machte dieses Kunststück schon vor gut einer Woche mit einem 34:17 bei Dotzheim/Schierstein II perfekt, kam am Ende auf 24:0 Punkte und 328:225 Tore. Eine Woche später war dann die D1 dran, es ihrer Zweiten gleichzutun. Im Spitzenspiel gegen den Zweiten FTG Frankfurt hatten sie nur bis zur Pause etwas Mühe, um am Ende wieder sehr deutlich zu gewinnen. Hier stehen nun 36:0 Punkte und 672:310 Tore zu Buche.
Am Ende einer Saison, die mit einer großen Enttäuschung begonnen hatte, hüpften die D1-Jugend-Spieler in einem Jubelkreis durch die Hofheimer Brühlwiesenhalle – wie im Übrigen etwas später auch ihre Gegner von der FTG Frankfurt, die immerhin eine Vizemeisterschaft feiern konnten. Der Handball-Spielgemeinschaft aus Kriftel und Hofheim aber war nicht beizukommen in diesem Bezirksligajahr, zu dessen Abschluss sie die zweitplatzierten Frankfurter letztlich locker mit 35:25 schlug, zur Vollendung einer blitzsauberen Bilanz: 18 Spiele, 18 Siege. Die im Übrigen auch ihre zweite Mannschaft ins Ziel brachte, die in der Bezirksklasse ebenfalls ohne einen einzigen Verlustpunkt ebenfalls Meister wurde.
„Schön, dass wir die Meisterschaften zu Null geholt haben“, sagte Marie Weydmann-Kühn aus dem insgesamt sechsköpfigen Trainerteam, „aber wir wissen auch, an welchen Dingen wir in Bezug auf die Quali arbeiten müssen: Insbesondere an der Abwehr, an der Torquote, an der Vermeidung technischer Fehler.“ Denn der Blick geht gleich wieder voraus: Ende April steht das Qualifikationsturnier für die Bezirksoberliga-Runde der nächsten D-Jugend-Saison an, das soll diesmal nicht schief gehen.
Vor der aktuellen Spielzeit verpasste die Schwarzbach-Jugend unter unglücklichen Umständen und spürbar ersatzgeschwächt den Sprung in die höchstmögliche Spielklasse. Das war erstmal bitter. Trainer und Spieler aber versuchten, das Beste daraus zu machen, und starteten mit beiden Mannschaften ziemlich beispiellose Erfolgsserien. Obwohl die D2 weitgehend mit dem jüngeren 2014er-Jahrgang spielte und zu großen Teilen sogar noch ein Jahr jüngere Spieler ihren Teil beitrugen, die eigentlich jetzt erst in die D-Jugend aufsteigen, waren sie vorbereitet für die neuen Aufgaben.
„Wir haben über alle Jahrgänge eine gute Mischung. Wir haben auch darauf geachtet, dass alle ihre richtige Position finden und auf ihre Einsatzzeiten kommen“, erklärte Weydmann-Kühn. Was ebenso für die Trainingsmöglichkeiten galt: „Wir haben es immer geschafft, das jeder auf seine Kosten kommt, obwohl wir über 30 Kinder haben.“
Insgesamt wurden die jungen Handballer aus Kriftel und Hofheim so bestmöglich gefördert, obwohl die D1 letztlich eine Spielklasse zu tief eingestuft und in der Bezirksliga unterfordert war. Sicher hätte sie auch in der Bezirks-Oberliga eine gute Rolle gespielt. So aber konnten die älteren Spieler teilweise schon in der C-Jugend Erfahrungen sammeln für das, was jetzt auf sie zukommt – während die Jüngeren viel Spielpraxis für die nächsten D-Jugend-Herausforderungen bekamen.
„Wir hatten am Anfang eine größere Leistungsspanne zwischen dem älteren und dem jüngeren Jahrgang, das haben wir ganz gut hinbekommen“, meinte Marie Weydmann-Kühn. Vom ersten Frust der verpatzten Quali über Seriensiege, daheim in der Schwarzbach- oder Brühlwiesenhalle ebenso wie in der Fremde, bis hin zu einer doppelten Meisterfeier.
Die Vereine gratulieren den Spielern ganz herzlich. Es wird im Rahmen eines großen Saisonabschlusses und der Vorstellung der neuen HSG Schwarzbach auch noch eine angemessene Meisterehrung geben. Ein Glückwunsch geht auch an die Trainerteams, die während der Saison mit viel Einsatz am Werke waren. Für die D1 sind das Ben Breitling, Patrick Weydmann-Kühn und Mika Weiner, auf der D2 saßen Marie Weydmann-Kühn, Tanja Stern und Niklas Radünz auf der Bank. Sie alle wollen in der kommenden Saison weitermachen.
Die erfolgreichen Spieler:
Tamme Eckstein, Henry Weydmann-Kühn, Class Weymann, Neo Euler, Luke Rupp, Elias Seibel, Felix Bick, Jonas Kaulard, Hugo von Canstein, Mert Tozar, Anton Hannig, Linus Reifmann, Jendrik Beck, Tonda Stern, Mika Euler, Julian Grube, Fabian Kiebinger, Benjamin Ritter, Nikita Hulko, Felix Stroh, Jeremy Eiring, Brajan Gremi, Kian Meriwether, Jonathan Glees, Anton Huthmacher, Moritz Egger




