Der letzte Schritt zum Heim-Event

Es geht Schlag auf Schlag. Am morgigen Dienstag ab 20.45 Uhr wird sich zeigen, ob der 31:30-Erfolg der SG Flensburg-Handewitt in Granollers eine gute Ausgangsbasis war. Mindestens ein Unentschieden muss her, um die EHF Finals zu erreichen, die am 27. und 28. Mai in der Campushalle ausgetragen werden.

Der BM Granollers ist einer der Traditionsvereine schlechthin im europäischen Vereinshandball. Seit 1965 sind die Handballer aus der kleinen Stadt im Dunstkreis von Barcelona erstklassig und gewannen zehn Mal die spanische Meisterschaft. 1976 landete gar der erstmals ausgetragene Europacup der Pokalsieger am Mittelmeer. Später folgten zwei EHF-Cups. In diesem Wettbewerb kreuzten sich auch zwei Mal die Wege mit der SG. 1996 behielt Granollers im Halbfinale die Oberhand und holte den „Pott“, 1997 revanchierte sich die SG und kürte sich kurz darauf zum Nachfolger. Zu den ehemaligen Spielern von BM Granollers zählen Akteure wie Per Carlén und Ljubomir Vranjes. Zwei schwedische Weltmeister, die später die SG coachten. Bekanntester Akteur aus dem aktuellen Kader ist sicherlich der 39-jährige Linkshänder Antonio Garcia, der in seiner langen Karriere für Top-Klubs wie Paris Saint-Germain HB, Pick Szeged und HBC Nantes auflief.

Talente und Südamerikaner
Etliche Schlagzeilen schrieb auch schon der nigerianische Linkshänder Faruk Yusuf. In seiner Heimat spielte er schon mit 15 Jahren bei den Männern. Jetzt mit 19 Jahren hat er einen Vertrag beim polnischen Top-Klub KS Kielce, ist an Granollers ausgeliehen und warf allein in der EHF European League 55 Tore. Sein aktueller Klub hat auch einige spanische Talente in seinen Reihen. Zum Beispiel die Rückraumakteure Bruno Reguart (19) und Jan Gurri (20). Letzterer wechselt zur kommenden Serie zu Sporting Lissabon. Interessant auch die drei Südamerikaner. Kreisläufer Esteban Salinas gehört schon seit Jahren zum festen Stamm der chilenischen Nationalmannschaft. Mit einem eher wilden Torwart-Stil zeichnet sich Rangel Luan da Rosa aus. Der Brasilianer warf in der aktuellen EHF European League bereits sieben Treffer und spielte im Januar auch die jüngste Weltmeisterschaft. Ebenso Landsmann Guilherme Torriani, ein Linksaußen. Als Gesicht des Vereins kann man Antonio Rama bezeichnen. Er spielte schon in der Jugend für BM Granollers, fing mit 17 Jahren eine Trainerausbildung an. 2013 wurde er Assistent, 2018 Chefcoach.

Quelle: SG Flensburg-Handewitt

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