Die MT Melsungen steht im Finale der EHF European League. Im Halbfinale der Winamax EHF Finals hat der Außenseiter die SG Flensburg-Handewitt mit 37:30 (15:14) in die Knie gezwungen.
Im Endspiel am Sonntag trifft die Mannschaft von Roberto Garcia Parrondo auf den THW Kiel, der sein Halbfinale 29:28 (15:12) gegen Montpellier HB gewann. Anwurf ist um 18 Uhr.
Tickets für den MT-Block sind kurzfristig erhältlich, und zwar zum halben Preis. Anfragen per E-Mail an: itze@mt-melsungen.de
In der Hamburger Barclays-Arena fand die MT richtig gut in die Partie. Die Deckung der Nordhessen leistete ganze Arbeit und ließ die Flensburger so gut wie nie in ihr gefürchtetes Tempospiel kommen. Und im Angriff, in dem die MT meist mit einem siebten Feldspieler operierte, ergaben sich prima Lösungen. Zum Beispiel als Arnar Freyr Arnarsson freigespielt wurde und auf 8:4 stellte (14. Minute). Es lief bei der MT.
Die SG kam allerdings wieder heran – Domen Novak verkürzte auf 10:9 (20.). In der Folge ging es hin und her. Die MT legte vor, Flensburg zog nach. Bitter für das Parrondo-Team: Nach gut 25 Minuten sah David Mandic, der bis dahin Dainis Kristopans‘ Abwehrpart übernommen hatte, die Rote Karte für überhartes Einsteigen. Naja.
Sei’s drum. Die MT blieb ihrer Linie treu und ging mit einer 15:14-Führung in die Pause. Auch weil Aaron Mensing seine prächtige Form der vergangenen Wochen bestätigte und fünf Treffer zum Halbzeitstand beisteuerte. Nach dem Wechsel machten Timo Kastening und Co. genauso diszipliniert weiter wie in den ersten 30 Minuten. Der Kapitän traf selbst zum 22:19 (38.), der bärenstarke Kristopans war dreimal erfolgreich in den ersten zehn Minuten – da stand es dann 24:20 für den Außenseiter (40.).
Klasse, was die MT nun zeigte mit einem Nebojsa Simic im Kasten, der immer mehr aufdrehte. Unter anderem parierte der Schlussmann zwei Siebenmeter von Emil Jakobsen, der zuvor viermal vom Strich erfolgreich gewesen war. Zudem war der Montenegriner mehrfach zur Stelle, als seine Vorderleute vorn mal zwei, drei Dinger liegen ließen.
Obendrein lief der eingewechselte Amine Darmoul zu Höchstform auf. Das 34:27 des Tunesiers in der 55. Minute ging dann gut und gern als Entscheidung durch. Kurzum: Das Team war perfekt eingestellt gegen die Torfabrik aus Flensburg, die am Ende nichts mehr zuzusetzen hatte.
Nun also Kiel – die Neuauflage des Endspiels um den DHB-Pokal 2025 in Köln.
Statistik
MT Melsungen: Simic (16 Paraden / 29 Gegentore), Palasics (0 P. / 1 G. bei einem Siebenmeter); Marchan, Balenciaga 2, Mandic, Sipos 1, Kristopans 9, Ignatow, Drosten 2/2, Stefansson 1, Arnarsson 2, Soler 2, Forsell Schefvert, Mensing 5, Darmoul 7, Kastening 6 – Trainer Roberto Garcia Parrondo.
SG Flensburg-Handewitt: Buric (6 Paraden / 21 Gegentore), K. Möller (2 P. / 16 G.); Pytlick, Golla, Kirkelokke, Grgic, Detlefsen, Faljic, Tönnesen, Horgen, Volz, Jakobsen, Knutzen, Blagotinsek, Novak, L. Möller – Trainer Ales Pajovic.
Schiedsrichter: Denis Bolic / Christoph Hurich (Österreich); EHF-Delegierte: Jan Kampman (Dänemark), Shlomo Cohen (Israel).
Zeitstrafen: 4 – 8 Minuten (Sipos 19:24, Soler 39:35 – Tönnesen 20:36, Blagotinsek 26:21/31:37, Jakobsen 43:41); Rote Karte: Mandic 25:42 (gefährliches Spiel)
Strafwürfe: 3/2 – 7/5 (Drosten an die Latte 16:12 – Simic pariert gegen Jakobsen 40:50, Simic abermals Sieger gegen Jakobsen 42:51)
Zuschauer: 11.023 in der Barclays-Arena, Hamburg
Spielstände: 1:0 (3.), 4:4 (10.), 8:4 (14.), 10:9 (20.), 13:13 (27.), 15:14 (28.) HZ – 16:14 (31.), 20:18 (36.), 24:20 (40.), 29:22 (45.), 32:26 (52.), 34:28 (56.), 36:29 (58.), 37:30 Endstand.
Das Finale am Sonntag
Bilanz MT – THW Kiel
41 HBL-Spiele, 8 Siege MT, 32 Siege THW, 1 Remis
3 DHB-Spiele, 3 Siege THW
3 EHF-Spiele: 2 Siege THW, 1 Remis
Letzter Vergleich:
27.03.26, HBL, MT – THW 30:29
Schiedsrichter: Andreu Marin / Ignacio Garcia
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