Saison-Höhepunkt für die MT Melsungen: An diesem Wochenende, 30./31. Mai, spielt der nordhessische Handball-Bundesligist um den Titel der EHF European League.
Bei den Winamax EHF Finals in der Hamburger Barclays-Arena trifft die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo im Halbfinale am Samstag auf die SG Flensburg-Handewitt. Anwurf ist um 15.30 Uhr. Das erste Semifinale bestreiten der THW Kiel und der französische Top-Klub Montpellier HB ab 12.30 Uhr.
Modus
Der Sonntag startet um 15 Uhr mit dem Spiel um Platz drei, und ab 18 Uhr entscheidet sich, welcher Klub die EHF European League 2025/26 gewinnt. Für die Partien am Samstag und das Endspiel am Sonntag gilt: Steht es nach 60 Minuten unentschieden, gibt es eine Verlängerung von zweimal fünf Minuten. Ist danach weiterhin kein Sieger ermittelt, fällt die Entscheidung im Siebenmeterwerfen. Im Spiel um Bronze geht es bei Gleichstand nach der regulären Spielzeit direkt ins Siebenmeterwerfen.
Tickets und Einlass
Eintrittskarten für den MT-Block sind online erhältlich über den MT-Ticketshop (mt-ticket.de) bis Freitag, 9 Uhr. Wer danach kurzfristig Tickets bestellen möchte, sendet eine Anfrage bis spätestens 17 Uhr an diese Adresse: itze@mt-melsungen.de
Im Ticket enthalten sind alle vier Begegnungen des Wochenendes sowie die Nutzung des ÖPNV in Hamburg. Die Barclays-Arena öffnet an beiden Tagen zwei Stunden vor dem ersten Anwurf. Wichtig: Taschen, die größer als DinA4 sind, dürfen nicht mit in die Halle genommen werden. Weitere Infos dazu sind zu finden auf der Homepage der Barclays-Arena (www.barclays-arena.de/besuch-planen).
Armbänder und Hüte
Jeder Fan bekommt am Eingang ein Leucht-Armband und wird damit Teil der Pre-Match-Zeremonie, die jeweils 15 Minuten vor dem Anpfiff startet. Natürlich leuchten die Armbänder für MT-Fans in Rot. Und nicht wundern: Es gibt ein kleines Goodie für die Fans aus Nordhessen. Auf den Plätzen im MT-Block werden Fischerhüte liegen, die von den Fanklubs verteilt werden. Ganz nach dem Motto: Hamburg sieht Rot.
Das Halbfinale
Schon verrückt: Wie im Vorjahr bekommt es die MT im Halbfinale mit dem Top-Team aus Flensburg zu tun. Damals ging es in die Verlängerung und die Nordhessen unterlagen denkbar knapp 34:35. Anders als 2025 mischt dieses Mal Aaron Mensing mit, der im vergangenen Jahr wegen eines Achillessehnenrisses zuschauen musste. Umso mehr freue er sich nun auf das Final-Wochenende. Mensing spricht von zwei 50:50-Spielen. „Wenn wir unser Top-Niveau abrufen, können wir jede Mannschaft schlagen. Das muss unser Ziel sein“, sagt der MT-Rückraumspieler, der sich zuletzt in prächtiger Form präsentierte.
Deutlicher drückt es Nebojsa Simic aus. Der Torwart fehlte ebenfalls im Vorjahr, er hatte sich ein Kreuzband gerissen. Er habe genug von zweiten, dritten oder vierten Plätzen, sagt der Montenegriner: „Ich fahre nach Hamburg, um mit dem Sieger-Pokal zurückzukommen und um endlich mit der MT einen Titel zu gewinnen.“
MT-Sportvorstand Jesper Larsson hat eine ähnliche Sicht auf das Wochenende in Hamburg: „Du fährst nicht zu einem Finalturnier nur für eine Teilnahme-Urkunde.“ Gleichwohl vergibt er die Favoritenrolle im Halbfinale an die Flensburger, die einen „enormen Tempo-Handball“ spielen. Zugleich erinnert der Schwede an das Final4 im DHB-Pokal in Köln vor zwei Jahren: „Damals waren wir ebenfalls Außenseiter gegen Flensburg – und haben den Einzug ins Endspiel geschafft. Warum nicht auch dieses Mal?“
Übertragung
Wer nicht vor Ort in der Barclays-Arena sein wird, kann die Winamax EHF Finals beim Handball-Streamingdienst Dyn live verfolgen, der mit den bekannten Kommentatoren, Moderatoren und Experten in Hamburg im Einsatz ist. Außerdem übertragt DAZN das Finalturnier, zusätzlich zeigt DF1 alle Partien im Free-TV.
Bilanz MT – SG Flensburg-Handewitt
42 HBL-Spiele, 2 Siege MT, 34 Siege SG, 6 Remis
4 DHB-Spiele, 2 Siege MT, 2 Siege SG
1 EHF-Spiel, 1 Sieg SG
Letzter Vergleich:
24.04.26, HBL, SG – MT 40:30
Schiedsrichter: Denis Bolic / Christoph Hurich (Österreich); EHF-Delegierte: Jan Kampman (Dänemark), Shlomo Cohen (Israel).



