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MT Melsungen gewinnt Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Porto

MT Melsungen
29. April 2026
EHF European League Männer

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MT Melsungen gewinnt Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Porto

David Mandic - Foto: Käsler/MT

Manda-Show und Simo-Spektakel

Die MT Melsungen hat im Viertelfinal-Hinspiel der EHF European League einen wichtigen Schritt Richtung Final4 gemacht. Der nordhessische Handball-Bundesligist bezwang vor eigenem Publikum den FC Porto 28:23 (12:8).

Das Tor nach Hamburg zum Finalturnier der European League ist für die MT Melsungen weit geöffnet. Mit einem 28:23 (12:8)-Heimsieg gegen den FC Porto hat sich die Mannschaft von Trainer Roberto Garcia Parrondo ein solides Polster für das Rückspiel in einer Woche verschafft. Überragende Akteure aufseiten der MT waren am Dienstagabend David Mandic, der acht Tore erzielte, und Nebojsa Simic mit 14 Paraden.

Das war schon klasse, was die MT da in der Anfangsphase aufs Parkett zauberte. Die Gastgeber bestimmten das Geschehen fast nach Belieben. Grundlage dafür war die glänzend disponierte Deckungsreihe mit Forsell Schefvert und Adrian Sipos im Zentrum, die Simic fast arbeitslos machte. Der brauchte kaum einmal einzugreifen, und dennoch führte die MT nach einer Viertelstunde 6:2. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Portugiesen bereits drei Siebenmeter ungenutzt gelassen.

Nach Amine Darmouls 7:3 (19.) kam zwar für einige Minuten Sand ins Getriebe und auch die Gastgeber ließen einige gute Möglichkeiten ungenutzt. Über Leonel Fernandes kam Porto in einem recht torarmen Spiel auf 7:6 (24.) heran, ließ dann aber wieder abreißen. Weil jetzt auch Simic Gelegenheiten bekam, sich auszuzeichnen. Es war unaufgeregt, was die MT da spielte, aber ungemein effektiv. Die vier Tore Vorsprung, die bei Halbzeit auf der Tafel standen, hätten bei besserer Chancennutzung mindestens sechs, wenn nicht noch mehr, sein können.

Auch nach Wiederbeginn ging die MT etwas schludrig mit ihren Chancen aus dem Positionsangriff um. Mit Tempo sah das schon anders aus, da tat sich Mandic hervor. Lief Gegenstöße und war auch sofort anspiel- und abschlussbereit, als Arnarsson einen Ball fischte und einen Adressaten suchte. Dreimal war der Kroate erfolgreich, zweimal Kastening per Siebenmeter, Melsungen führte 17:11 (38.).

Was wie eine frühe Vorentscheidung anmutete, war der Auftakt zu einer weiteren schöpferischen Pause der Hausherren. Minutenlang lief wenig zusammen, Porto legte einen 4:0-Lauf hin und ließ sich dabei auch von Parrondos Auszeit nicht stoppen. Der früh ausgewechselte und mittlerweile ins Tor zurückgekehrte Sebastian Abrahamsson wurde zum Faktor. Seine sechste Parade nutzte Rui Silva zum 19:18 (46.). Plötzlich alles wieder offen? Nein, denn da war ja noch Simic. Klasse seine Parade gegen den freien Silva. Und natürlich Mandic, der überhaupt nicht mehr einzufangen war. Sein siebter Streich nach der Pause, der achte insgesamt, ließ die Sache schon wieder besser aussehen.

Acht Minuten waren noch auf der Uhr, da schallten „Simo, Simo“-Rufe von den Rängen. Der Keeper hatte erst ein Kempa-Anspiel von Joao Gomes auf Pedro Oliveira spektakulär pariert, war dann gleich noch einmal gegen Gomes zur Stelle. Vorn zeichneten sich derweil Arnarsson und Kastening aus, bauten den Abstand auf 26:20 (56.) aus.

Jetzt war es dann doch amtlich, dass dieses Viertelfinal-Hinspiel an die Nordhessen gehen würde. Die gaben zwar am Ende nochmal einen her, gehen nun aber nach Mensings abschließendem Treffer zum Endstand mit fünf Toren Vorsprung ins Rückspiel in einer Woche in Porto. Kein Ruhekissen, aber ein ordentliches Polster auf dem Weg nach Hamburg ins Final4 der European League.

Statistik

MT Melsungen: Simic (14 Paraden / 23 Gegentore), Palasics (n.e.); Marchan, Balenciaga 1, Mandic 8, Sipos 1, Kristopans 3, Ignatow, Stefansson, Kulesh, Arnarsson 4, Forsell Schefvert, Mensing 5, Guardiola, Darmoul 1, Kastening 5/3 – Trainer Roberto Garcia Parrondo.

FC Porto: Abrahamsson (6 Paraden / 9 Gegentore), Grbavac (1 Tor / 3 P. / 19 G.); Gomes, Gunnarsson, Valera, Silva 6, Salina 2, Costa 2, Diocou 3/1, Fernandes 2, Martinez 1/1, Dahlin 2, Hurtado, Oliveira 1, Brandao 1, Duarte 2 – Trainer Magnus Andersson.

Schiedsrichter: Jacob Jaeger Pagh / Karl Johan Thygesen (Dänemark); EHF-Delegierter: Hlynur Leifsson (Island).

Zeitstrafen: 4 – 4 Minuten (Sipos 21:36/28:30 – Costa 25:36, Diocou 49:37)

Strafwürfe: 4/3 – 6/2 (Abrahamsson hält Wurf von Kastening 38:55 – Martinez über das Tor 5:31, Diocou neben das Tor 9:35, Simic hält Wurf von Oliveira 14:06, Simic hält auch Wurf von Diocou 57:44)

Zuschauer: 2.561 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Spielstände: 1:0 (3.), 4:1 (8.), 6:2 (15.), 7:6 (24.), 11:7 (28.), 12:8 (30.) HZ – 14:10 (35.), 17:11 (38.), 18:16 (43.), 23:19 (50.), 26:22 (57.), 28:23 (60.) Endstand.


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