Am Mittwochabend empfing der TVB Stuttgart im Achtelfinale des DHB-Pokals den aktuellen Tabellenführer der DAIKIN Handball-Bundesliga, die SG Flensburg-Handewitt. Die Stuttgarter müssen sich nach guter Startphase mit 29:36 geschlagen geben und scheiden damit aus dem Pokal aus.
Kai Häfner erzielte den ersten Treffer der Partie. In der 7. Minute markierte er bereits seinen dritten Treffer zum 3:4. Insgesamt warf er mit 13 Toren die meisten Treffer des Spiels. Torben Matzken stellte in der 12. Minute mit dem 5:5 wieder den Gleichstand her. Anschließend gerieten die WILD BOYS jedoch etwas ins Hintertreffen, denn die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent und setzten sich auf 6:11 ab. TVB-Trainer Misha Kaufmann reagierte in der 18. Minute mit seiner ersten Auszeit. Simone Mengon verkürzte in der 22. Minute auf 9:13, doch die Gäste ließen nicht nach. Kurz vor der Halbzeit traf Kasper Thorsen Lien noch einmal für den TVB, bevor es schließlich mit einem 12:17-Rückstand in die Kabinen der SCHARRena ging.
Direkt nach Wiederanpfiff gelang es wiederum Kai Häfner, für den TVB Stuttgart zu treffen und auf 13:17 zu verkürzen. Doch die Gäste aus Flensburg spielten weiterhin souverän und setzten sich zügig ab, sodass TVB-Trainer Misha Kaufmann in der 40. Minute beim Stand von 16:24 die nächste Auszeit nahm. Torben Matzken traf in der 42. Minute zum 17:25, doch die schnellen und leichten Tore der Gäste machten es dem TVB schwer, den Rückstand zu verringern. Konsequent nutzten sie die technischen Fehler des Heimteams. Das 20:33 in der 50. Minute stellte den höchsten Rückstand der Partie dar. Kasper Thorsen Lien traf in der 52. Minute von außen zum 23:34, kurz darauf erhöhte Gianfranco Pribetić auf 26:35 (58. Minute). Torben Matzken kämpfte sich noch einmal stark durch und erzielte das 29:36 – gleichzeitig der Endstand.
Weiter geht’s in der DAIKIN Handball-Bundesliga am 13. November 2025. Dann tritt der TVB Stuttgart um 19:00 Uhr auswärts beim ThSV Eisenach an. Das nächste Heimspiel steht am 20. November 2025 um 19:00 Uhr an. Hier geht es für die WILD BOYS in der Porsche-Arena gegen GWD Minden. Sei live dabei und sichere dir jetzt dein Ticket unter tickets.tvbstuttgart.de!
Kai Häfner (13), Torben Matzken (6), Kasper Thorsen Lien (4), Simone Mengon (4), Gianfranco Pribetić (1), Patrick Zieker, Antonio Serradilla, Ivan Šnajder, Max Heydecke, Samuel Röthlisberger, Achilleas Toskas, Miljan Vujović, Daniel Rebmann.
Aleš Pajović:
„Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es war ein gutes Spiel. Ich hätte nie erwartet, dass wir am Ende so ein Ergebnis erzielen. Das zweite Spiel in der Liga ist immer schwer, besonders gegen diesen Gegner. Sie spielen gut, mit viel Druck, die ganze Zeit Eins-gegen-eins. Aber das haben wir ziemlich gut unter Kontrolle gehabt. Außerdem haben wir heute ein gutes Tempo gehalten und viele einfache Tore über den Tempogegenstoß gemacht. Wir haben unseren Job erledigt, und ich freue mich sehr. Wir sind weiter.“
Misha Kaufmann:
„Wir tun uns momentan in der Defensive brutal schwer, Zugriff zu bekommen. Da fehlt es an Automatismen, an Eingespieltheit und an klaren Absprachen im Zentrum. Das macht es natürlich schwierig gegen eine Mannschaft, die so schnell spielt. Pajo hat es richtig gesagt: Wir hatten enorme Probleme im Rückzugsverhalten.
Das liegt auch daran, dass wir durch die Wechsel, die wir machen müssen, weil uns ein, zwei Spieler fehlen, nicht die Möglichkeit haben, im Rückzug nur einen Wechsel zu machen. So ist es schwierig, gegen eine Mannschaft mitzuhalten, die sofort Druck macht. Geordnet in den Rückzug zu kommen, war für uns eines der großen Probleme.
Heute machen wir außerdem einfach zu viele technische Fehler – 16 Stück. Gegen so einen Gegner fällt das besonders ins Gewicht, vor allem im Vergleich zu deren 5 Fehlern. Das müssen wir uns anschauen, was wir da im Angriff gemacht haben. Flensburg hat es gut gemacht, mit starkem Timing – beim Aushelfen, beim Schieben oder eben bewusst nicht zu helfen. Das haben sie clever gelöst. Wir hatten Mühe und waren am Ende auch einfach platt.“
Kai Häfner:
„In der ersten Halbzeit verwerfen wir auch viele freie Chancen, die wir uns hart erarbeiten und gut herausspielen. Dazu kommen ein paar technische Fehler zu viel, und dann wird es einfach schwer – da wirst du sofort bestraft. Aber grundsätzlich, denke ich, lag unser Problem eher auf der anderen Seite.“



