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Pokal-Krimi zum Geburtstag: Adler schaffen kurz vor Abpfiff Einzug in Runde zwei

Was für ein dramatischer Pokal-Auftakt! Der 1. VfL Potsdam hat die erste Hürde im DHB-Pokal gemeistert, musste beim Drittligisten TuS Vinnhorst aber bis zur allerletzten Sekunde kämpfen. Am Freitagabend feierte die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic an dessen 46. Geburtstag einen hauchdünnen 33:32 (14:13)-Auswärtserfolg. Vor einer stimmungsvollen Kulisse im Sportzentrum Vinnhorst setzte sich am Ende die individuelle Klasse des Favoriten in einer packenden Crunchtime durch.

Herausragender Akteur bei den Adlern war Tim Niclas Schröder, der die gegnerische Abwehr vor allem in den entscheidenden Phasen immer wieder überwand und das Netz wackeln ließ. Auch Max Günther zeigte sich in den Schlussminuten extrem nervenstark und übernahm Verantwortung. Aufseiten der Gastgeber hielten #Dominik Kalafut und Máté Fenyő die Niedersachsen fast im Alleingang im Spiel, während das Wiedersehen mit Ex-Potsdamer Joshua Thiele den Adlern alles abverlangte.

Dabei schien der Start in die Partie nach Maß zu verlaufen. Potsdam legte los wie die Feuerwehr: Nicolas Paulnsteiner, Max Günther und Marvin Siemer sorgten für ein schnelles 4:1 (8. Minute), ehe Tim Niclas Schröder direkt auf 5:2 erhöhte. Doch die Anfangsnervosität des Drittligisten legte sich schnell. Vinnhorst stellte die Potsdamer Defensive fortan vor erhebliche Probleme. Tor um Tor kamen die Hausherren heran, glichen beim 9:9 aus und gingen sogar mit 10:9 in Führung. Bis zur Pausensirene blieb es ein zähes Ringen, in dem Schröder Sekunden vor dem Wechsel zumindest die knappe 14:13-Halbzeitführung für den VfL rettete.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am dramatischen Geschehen. Zwar schien Potsdam beim Stand von 20:17 (39.) durch einen Doppelschlag von Marvin Siemer die Kontrolle zurückzugewinnen, doch Vinnhorst steckte niemals auf. Angetrieben vom lautstarken Heimpublikum drehten die Niedersachsen das Spiel komplett und brachten die Adler acht Minuten vor dem Ende beim Stand von 26:28 massiv in Bedrängnis.

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem absoluten Nervenkrimi: Drei Minuten vor dem Abpfiff hieß es 30:30-Unentschieden. In Unterzahl bewahrten die Adler jedoch die Ruhe: Max Günther traf zum eminent wichtigen 32:30 (59.). Zwar verkürzte Renke Rohrweber im direkten Gegenzug noch einmal, doch Markus Mahr behielt in der letzten Minute kühlen Kopf und markierte das erlösende 33:31 (60.). Der letzte Treffer von Dominik Kalafut zum 32:33-Endstand fiel dann fast mit der Schlusssirene und konnte den umjubelten Einzug der Potsdamer in die zweite Pokalrunde nicht mehr verhindern.

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