Final4-Lust im dritten Kiel-Duell groß
Dass im Viertelfinale des DHB-Pokals keine einfachen Aufgaben mehr warten, das ist klar. Mit der Begegnung zwischen den Füchsen Berlin und dem THW Kiel an diesem Donnerstag, 18. Dezember, findet derweil aber ein wahres Topspiel ab 19 Uhr in der Max-Schmeling-Halle statt.
Was sind das für schöne Erinnerungen an das Heimspiel gegen den THW Kiel in der DAIKIN Handball-Bundesliga Mitte November. Mit 32:29 gewannen die Füchse Berlin, auch dank des Hexenkessels namens Fuchsbau. Auf eine solche Stimmung hoffen Welthandballer Mathias Gidsel und Co. auch in der nun anstehenden Pokalbegegnung. Im Viertelfinale des DHB-Pokals kommt es an diesem Donnerstag, 18. Dezember, ab 19 Uhr zum Aufeinandertreffen des Rekordmeisters beim aktuellen Meister. Die Kieler sind derweil amtierender Pokalsieger, was auch Grund dafür ist, dass es bereits die dritte Begegnung der beiden Clubs in dieser Spielzeit ist. Die letzten Karten sind hier zu sichern, DYN überträgt die Partie live.
Ende August war der SAP Garden in München Schauplatz des Handball Super Cups, welchen die Berliner nach Siebenmeterwerfen verteidigten. Mit der finalen Parade wurde Lasse Ludwig zum Helden, und auch in den vergangenen Wochen zeigte der ehemalige Jungfuchs starke Auftritte, auch in Abwesenheit seines Torhüterkollegens Dejan Milosavljev. Nun ist der Serbe wieder mit an Bord. Auf der Gegenseite stehen mit Andreas Wolff und Gonzalo Perez de Vargas ebenfalls zwei Hochkaräter zwischen den Pfosten, die aber erst einmal der Offensivkraft der Füchse standhalten müssen.
Was allerdings für den THW spricht: die Kieler haben den Hauptstadt-Verein in bisher vier Pokalpartien immer aus dem Wettbewerb geworfen. Zuletzt war das im Halbfinale 2019 der Fall. Nun soll diese Negativserie ein Ende haben, die Truppe möchte nach Köln zum Lidl Final4. Es ist nur dieser eine Schritt zu gehen, doch es ist ein gewaltiger. Seitdem die Füchse 2014 ihr bisher einziges Mal den Pokal in die Höhe recken durften, waren sie noch dreimal im Finalturnier des nationalen Wettbewerbs vertreten, mit dem ganz großen Wurf wurde es aber 2015, 2019 und 2024 nichts. Kiel ist derweil mit 13 Titeln auch Rekordpokalsieger. Ein wenig Statistik aus der aktuellen Runde zum Schluss: Obwohl manche Teams drei Spiele bestritten, weist Milosavljev mit 33 Paraden die meisten im Wettbewerb auf. Lasse Andersson markierte 14 Assists in zwei Spielen und damit die meisten im Pokalvergleich. Die Füchse schalteten bislang Wetzlar und Eisenach weitestgehend souverän aus, Kiel siegte gegen die HBW Balingen-Weilstetten.
Trainer Nicolej Krickau: „Es stehen drei Spiele in fünf Tagen an, das wird ein entscheidender Schlusssprint vor Weihnachten. Wir wollen am Donnerstag mit allem reingehen, was wir haben. Wir haben das Gefühl, im Sechs-gegen-Sechs eine gute Chance in unserer Abwehr zu haben. Das Sieben-gegen-Sechs mit Elias Ellefsen á Skipagøtu wollen wir diesmal besser lösen als in der Liga. Das Torhüterduo Andreas Wolff und Gonzalo Perez de Vargas kann auch zum Thema werden. Das wird ein Kracher und wir erwarten bis zum Ende ein enges Spiel. Unser Ziel ist klar, wir wollen nach Köln zum Lidl Final4. Aber Kiel will das auch. Für die Zuschauer wird es sicherlich auch toll, anzuschauen.“




