Der HSV Solingen-Gräfrath ist mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in die Pflichtspielsaison 2026/27 gestartet. In der 1. Hauptrunde des DHB-Pokals bezwang das Team von Cheftrainer Lars Faßbender den Ligakonkurrenten VfL Waiblingen in der heimischen Klingenhalle verdient mit 32:25 (18:12) und buchte damit souverän das Ticket für die nächste Pokalrunde.
Starke Abwehr und frühe Führung
Nach einem anfänglichen 0:1-Rückstand übernahmen die Gastgeberinnen schnell das Kommando. Gestützt auf eine von Beginn an aufmerksame Defensive und eine glänzend aufgelegte Liv-Stine Eckardt im Gehäuse erarbeitete sich der HSV durch Ballgewinne frühe Vorteile. Im Angriff setzten Deborah Spatz und Rückraumschützin Vanessa Brandt immer wieder entscheidende Nadelstiche. Über 7:3 (11.) und 11:7 (20.) baute der HSV den Vorsprung kontinuierlich aus. Merit Müller sowie Nele Spengler von der Siebenmeterlinie sorgten kurz vor der Pause für klare Verhältnisse, ehe Frida Heimann zum 18:12-Halbzeitstand einnetzte.
Vorentscheidung nach Wiederanpfiff
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Solingen das Tempo hoch. Angeführt von einer treffsicheren Nele Spengler und Durchbrüchen von Patricia Nikolić sowie Kreisläuferin Emma Schwitzer zog der HSV mit einem 7:2-Lauf bis zur 42. Minute uneinholbar auf 27:16 davon. Waiblingen versuchte zwar über Celia Heinzer und Hannah Hönig heranzukommen, fand gegen das konzentrierte Solinger Umschaltspiel jedoch keine Wende mehr.
Gänsehaut-Moment für Nachwuchstalent Louisa Steffen
Für das emotionale Highlight des Abends sorgte die Schlussphase: In der 53. Minute wechselte Lars Faßbender beim Stand von 31:22 die A-Jugendliche Louisa Steffen für einen Siebenmeter ins Tor ein. In ihren allerersten Sekunden im ersten Pflichtspiel für die Bundesligamannschaft parierte das Nachwuchstalent den Strafwurf von Waiblingens Celia Heinzer eiskalt und ließ die Klingenhalle kochen.
Trainer Lars Faßbender: „Freude über den Start ist groß – Schlussphase zu hektisch“
Trotz des deutlichen Erfolgs analysierte Cheftrainer Lars Faßbender den Auftritt gewohnt differenziert:
„Die Freude über einen solchen Start in die Pflichtspiele ist toll. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir das erste Spiel auch in der Deutlichkeit gewinnen, uns so für die zweite DHB-Pokal-Runde qualifizieren und unsere Zuschauer mit einem Sieg zum Saisonstart begrüßen konnten. Gerade in der Defensive haben wir über weite Strecken eine sehr gute Leistung gezeigt. Auch eine Schwächephase wie in der Mitte des ersten Durchgangs hat die Mannschaft souverän überstanden. Leider ist es uns nicht gelungen, die Partie in der Schlussviertelstunde sauber herunterzuspielen, sondern agierten da teilweise zu hektisch und nicht mehr so konzentriert wie zuvor. Das sind Dinge, an denen wir in der kommenden Zeit arbeiten müssen, um über die gesamte Spielzeit klug und konzentriert aufzutreten.“
Mit dem 32:25-Heimsieg feiert der HSV Solingen-Gräfrath einen rundum geglückten Einstand in die Spielzeit und blickt mit reichlich Selbstvertrauen auf den bevorstehenden Meisterschaftsauftakt am kommenden Wochenende.
Spieldaten:
HSV Solingen-Gräfrath – VfL Waiblingen 32:25 (18:12)
Schiedsrichter: Schwarzmeier / Stewen
Spielfilm: 1:1 (3.), 7:3 (11.), 12:8 (21.), 18:12 (Halbzeit) | 22:14 (37.), 27:16 (42.), 30:21 (50.), 32:25 (Endstand).


