Das Finale 2026 ist eine Premiere in der 51-jährigen Geschichte des DHB-Pokals der Frauen: Denn noch nie standen sich die HSG Bensheim/Auerbach und Borussia Dortmund in einem Finale gegenüber. Im Vorjahr standen sich beiden Mannschaften im Spiel um Platz drei gegenüber, die Flames setzten sich gegen den BVB mit 35:34 knapp gewonnen.
Dortmund erreichte zum fünften Mal nach 1994, 1997, 1998 und 2016 ein DHB-Pokalfinale, den einzigen Pokalsieg gab es 1997 durch einen Finalerfolg gegen den TV Lützellinden. Zum vierten Mal nach 1975, 1977 und 2023 zogen die Flames in ein Pokalfinale ein, für Bensheim/Auerbach geht es um den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte.
Gewinnt die HSG, wäre sie der 17. unterschiedliche Sieger der DHB-Pokal-Geschichte im Frauenwettbewerb. Die einzige Spielerin, die den Pokalsieg verteidigen kann und am Sonntag auf dem Feld steht, ist die Norwegerin Guro Nestaker. Sie gewann 2025 das Finale mit HB Ludwigsburg gegen die HSG Blomberg-Lippe. Ebenfalls Pokalsiegerin 2025 ist Mareike Thomaier von der HSG Bensheim/Auerbach, sie fehlt allerdings verletzt beim Haushahn Final4 2026, unterstützt ihr Team aber von der Tribüne.
Die Flames hatten das erste Halbfinale mit 36:34 nach Siebenmeterwerfen gegen den Thüringer HC gewonnen – es war beim achten Final4 in Stuttgart das zweite Halbfinale mit Siebenmeterwerfen nach dem 31:30 von der TuS Metzingen gegen den VfL Oldenburg vor zwei Jahren. Seit der Einführung der Final4-Turniere im Jahr 1994 war es das insgesamt fünfte Halbfinale, das von der Siebenmeterlinie entscheiden wurde. Amelie Berger erzielte den entscheidenden Treffer für die HSG. Beste Werferinnen der dramatischen Partie, die wie wilde Achterbahnfahrt mit ständig wechselnden Führungen war, waren Nina Engel mit neun Treffern für die Flames und Csenge Kuzcora, die achtmal für den THC traf, aber auch zur tragischen Figur wurde, weil sie im Siebenmeterwerfen als einzige Spielerin nicht traf.
Das zweite Halbfinale war hart umkämpft, allerdings lag die HSG Blomberg-Lippe nach dem 1:0 nie mehr in Führung. Dortmund konnte sich aber nicht frühzeitig absetzen, verwaltete den Sieg aber nach der 29:23-Führung. Nieke Kühne (Blomberg) war mit acht Treffern beste Werferin des zweiten Halbfinals, Deborah Lassource traf siebenmal für Dortmund.
In der aktuellen Saison der Alsco Handball-Bundesliga trafen die beiden Finalisten bereits zweimal aufeinander – und gewannen ihre Heimspiele jeweils deutlich: Bensheim setzte sich im Hinspiel 38:32 durch, der BVB drehte den Spieß mit dem 31:23 im Rückspiel um. Der BVB ist aktuell Tabellenführer, die Flames sind Dritter der Bundesliga.
3132 Zuschauer sahen den Halbfinaltag in der Porsche-Arena, für den Finaltag sind bereits rund 3600 Karten verkauft, Tageskarten für Sonntag gibt es unter www.easyticket.de
Das Haushahn Final4:
Samstag, 14. März 2026
1. Halbfinale: Thüringer HC vs. HSG Bensheim/Auerbach 34:36 (16:14, 31:31)
2. Halbfinale: Borussia Dortmund vs. HSG Blomberg-Lippe 35:32 (17:15)
Sonntag, 15. März 2026
14:00 Uhr: Spiel um Platz 3: Thüringer HC – HSG Blomberg-Lippe
16:30 Uhr: Finale: HSG Bensheim/Auerbach – Borussia Dortmund



