Die HSG Konstanz bot dem Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim lange erfolgreich die Stirn, lag mit fünf Treffern in Front – kassierte aber aufgrund von erneut zwei Schwächephasen jedoch eine 35:38 (19:19)-Heimniederlage.
Verheißungsvoller Start
Dabei verlief der Start wie schon mehrfach in dieser Spielzeit trotz des hochkarätigen, vor Selbstbewusstsein strotzenden Gegners verheißungsvoll. Unter der Leitung der beiden Unparteiischen Jan und Manuel Lier gehörten die ersten zehn Minuten klar den Gastgebern. Christos Erifopoulos traf vom Punkt zum 9:4 und ließ die 700 Zuschauer jubeln. Mit einer engagierten Defensivarbeit, Zug und Tempo nach vorne und einer guten Abschlussquote war Konstanz bis hierhin die bessere Mannschaft. Die folgenden zehn Minuten waren jedoch wieder ein Spiegelbild vieler vergangener Partien. Aufkommende Nervosität, nicht gesicherte Abpraller, leichte Fehler und frei vergebene Chancen nutzte Kornwestheim im Stile einer routinierten, extrem eingespielten Mannschaft zum 11:11 nach knapp 22 Zeigerumdrehungen.
HSG belohnt sich nicht für gute Defensive
In der Folge entwickelte sich ein munteres Hin und Her. „Es war das erwartet intensive Spiel“, sagte Vitor Baricelli. Er hob hervor, dass es seiner Mannschaft bis hierhin oft gelungen war, gegen die starke Angriffsreihe des Spitzenreiters viele Unterbrechungen zu generieren und in das passive Spiel zu bringen. Doch weil die Abpraller zu oft beim Gegner und über Umwege doch noch im HSG-Tor landeten, konnten sich die Gelb-Blauen nicht ausreichend dafür belohnen. „Zu viele Fehler haben uns das Spiel gekostet“, so der HSG-Coach. Etwa falsche Entscheidungen und Zögern bei freier Bahn zum Abschluss und versuchten Abspielen – die sich prompt die „Lurchis“ krallten. Oder aber ein folgenschwerer Fangfehler beim 24:24 und der Chance zur erneuten Führung – stattdessen legte Jan Döll für die Gäste wieder vor (42.).
Aufbäumen bis zum Schluss
Sieben Minuten vor Schluss war ein konsequent und abgeklärt auftretender Ligaprimus mit vier Toren Vorsprung auf dem Weg zur Vorentscheidung. Das Positive aus Konstanzer Sicht: Die Mannschaft versuchte alles. Mehrmals kam sie noch auf zwei Tore heran. Mehr gelang aber nicht mehr. „Am Ende hatten wir vielleicht das glücklichere Händchen und reiten auf einer Welle“, freute sich Gästecoach Dr. Alexander Schurr. Sein Gegenüber brachte es kurz und knapp auf den Punkt: „In den entscheidenden Situationen haben wir mehr Fehler gemacht als Kornwestheim.“ Die Salamander spielten ihre Angriffe oft lange und clever aus, suchten den Abschluss über den Kreis oder die treffsicheren Außen und ließen so wenig liegen. Marco Lanetella markierte von Linksaußen mit seinem achten Treffer schließlich den 38:35-Endstand.
Letztes Heimspiel des Jahres mit Tombola und Weihnachtsmann
Am Samstag (20 Uhr) findet in der Schänzle-Sporthalle das letzte Heimspiel des Jahres statt. Rund um die Partie der HSG Konstanz gegen die Bundesligareserve des HC Erlangen gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Weihnachtsmann, Tombola zu Gunsten der HSG-Jugend und vielem mehr am Tasty-Heimspieltag.
HSG Konstanz: Konstantin Pauli, Konstantin Poltrum (beide Tor); Michel Stotz (1), Lars Michelberger (3), Felix Sproß (7), Christos Erifopoulos (8/4), Luca Schwormstede, Jo Knipp (3), Tim Enninghorst (2), Maxim Pliuto (4), Nikita Pliuto (2), Sören Fuhrmann, Lukas Dietrich (5), Veit Schlafmann.
Zuschauer: 700



