Vor perfekter Derby-Kulisse und in der ausverkauften Kurt-App-Halle feierten die Drittliga-Männer des SV Salamander Kornwestheim am Samstagabend einen abgeklärten 28:24 (16:15) – Auswärtssieg beim VfL Pfullingen. Mit dem achten Erfolg in Serie bestätigten die Lurchis ihre derzeit überragende Form und können sich an der Tabellenspitze sogar leicht absetzen.
Trotz des starken Laufs will Cheftrainer Alexander Schurr dem Tabellenplatz noch immer keine allzu große Bedeutung beimessen: „Der Tabellenplatz spielt keine Rolle, aber das Momentum aktuell nehmen wir mit. Uns macht es derzeit sehr viel Spaß!“ Mit dieser Herangehensweise fährt die Schurr-Sieben bestens – denn selbst vor 650 lautstarken Zuschauern behielten die Kornwestheimer in der hitzigen Derby-Atmosphäre kühlen Kopf.
Die Gäste aus der Salamanderstadt starteten überzeugend in die Begegnung und gingen gleich mit 2:0 Treffern in Führung. Zwar glichen die Echazstädter in der fünften Minute zum 3:3 aus, doch sollte dies für die kommenden 55 Minuten der einzige Gleichstand bleiben. Denn die Kornwestheimer behielten nahezu über die gesamte Partie die Kontrolle des Spiels.
Einmal mehr überzeugten die Lurchis mit starker Abwehrarbeit, gestützt auf ein gutes Torhüterduo. Während Jan Tinti im Spielverlauf mit wichtigen Paraden glänzte, avancierte Niko Henke zum Siebenmeter-Schreck für die Gastgeber. Vier Strafwürfe entschärfte Henke und brachte die wechselnden Pfullinger Schützen zunehmend zur Verzweiflung.
Bis zur 22. Minute erspielte sich Kornwestheim eine Vier-Tore-Führung (14:10). Pfullingen gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte bis zur Halbzeitpause auf 15:16.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten das SVK-Team den besseren Start aus der Kabine und zog bis zur 35. Minute auf 20:16 davon. In der Folge prägten jedoch auf beiden Seiten zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe den Spielverlauf. Nach dem 18:20 (37.) folgte eine fast fünfminütige torlose Phase. Erst in der Schlussphase platzte bei den Lurchis wieder der Knoten.
Mental zeigte sich das Team von Alexander Schurr nun deutlich stabiler als die Pfullinger. „Es war kein körperlich starkes Spiel, aber mental sehr schwer“, fasste der Cheftrainer die Partie treffend zusammen. Am Ende machte sich die größere Abgeklärtheit der Kornwestheimer bezahlt. Mit dem verdienten 28:24-Erfolg sicherten sich die Kornwestheimer den Triumph und zwei weitere wichtige Punkte.
SV Kornwestheim: Henke, J. Tinti – Reu (1), Luithardt, Keil (1), Zeppmeisel (3), Kazmeier (9/5), C. Tinti, Lanig (3), Lantella (3), Schoeneck (1), Kaysen (2), Döll (3), Kägler, Joneleit (2).




