Die TSG A-H Bielefeld hat am Mittwochabend im Heeper Dom einen überzeugenden Testspielauftritt gezeigt. Gegen die Aufsteiger aus Loxten setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Arjan Haenen mit 44:31 durch. Bereits zur Halbzeit hatte sich die TSG beim Stand von 21:12 einen deutlichen Vorsprung erspielt.
Von Beginn an präsentierten sich die Bielefelder aufmerksam und mit hoher Intensität. Nach zehn Minuten führte die TSG mit 7:3, nach 20 Minuten mit 12:6 und baute den Abstand bis zur 25. Minute auf 16:10 aus. Die 6:0-Deckung funktionierte gut und brachte zahlreiche Ballgewinne, die immer wieder unmittelbar für den Gegenstoß genutzt wurden. Häufig benötigte die TSG nur wenige Pässe, um über die erste, zweite oder dritte Welle zu klaren Abschlussmöglichkeiten zu kommen.
Auch im Positionsangriff zeigte sich die Mannschaft variabel und konsequent. Die hohe Abschlussqualität spiegelte sich nicht nur in den 44 erzielten Treffern wider: Nach Einschätzung des Trainers leistete sich die TSG sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit lediglich je vier Fehlwürfe. Nach dem Seitenwechsel blieb das Team offensiv auf Kurs und führte nach 40 Minuten mit 30:17 sowie nach 50 Minuten mit 39:25.
Im zweiten Durchgang nutzte die TSG die Partie zudem, um eine weitere Abwehrformation unter Wettkampfbedingungen zu erproben. Rund 15 Minuten lang agierten die Bielefelder in einer 5:1-Deckung, die erst am Vortag im Training intensiver einstudiert worden war. Auch diese Variante funktionierte über weite Strecken gut. Als Loxten anschließend verstärkt mit sieben Feldspielern agierte, fand die TSG bei einigen Durchbrüchen nicht immer den optimalen Zugriff und kassierte einige aus eigener Sicht vermeidbare Gegentreffer.
Dabei war zu berücksichtigen, dass die Gäste personell nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Bei den SF Loxten fehlten vier Spieler verletzungsbedingt, darunter mit Simon Strakeljahn auch ein ehemaliger TSG-Akteur.
Entscheidend war für Haenen vor allem, dass seine Mannschaft das gute Niveau aus dem ersten Durchgang über die gesamte Spielzeit weitgehend bestätigen konnte. Genau diesen Punkt hatte der Cheftrainer in der Halbzeit angesprochen und zeigte sich entsprechend zufrieden mit der Reaktion seines Teams.
„Ich bin mit unserem Spiel sehr zufrieden. Wir waren von Beginn an präsent, haben in der 6:0-Deckung sehr aggressiv und mit schnellen Beinen verteidigt und dadurch viele Ballgewinne erzielt. Daraus sind zahlreiche einfache Tore entstanden, teilweise haben wir nur zwei oder drei Pässe bis zum Abschluss gebraucht. Auch im Positionsangriff haben wir sehr variabel gespielt und uns nur wenige Fehlwürfe erlaubt. In der zweiten Halbzeit war mir wichtig, dass wir das Niveau aus dem ersten Durchgang halten und das ist uns gelungen. Auch unsere 5:1-Deckung, die wir erst am Tag zuvor trainiert hatten, hat schon sehr gut funktioniert. Gegen das Sieben-gegen-sechs von Loxten hatten wir bei einigen Durchbrüchen noch Probleme und haben ein paar zu einfache Tore bekommen. Insgesamt war das aber ein sehr gutes Testspiel für uns und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wir haben viele gute Dinge gesehen und neue Sachen ausprobiert. Jetzt arbeiten wir weiter und richten den Blick auf den nächsten Test am Sonntag”, bilanzierte Arjan Haenen.
Mit dem 44:31 nahm die TSG damit nicht nur ein deutliches Ergebnis, sondern vor allem zahlreiche positive Erkenntnisse aus dem Test mit. Unterschiedliche Abwehrvarianten, ein hohes Tempo im Umschaltspiel und eine konzentrierte Chancenverwertung machten die Partie zu einem wertvollen Baustein der Vorbereitung. Bereits am Sonntag steht für die Bielefelder der nächste Test gegen den TV Bissendorf-Holte auf dem Programm.



