Es ist vollbracht: Handball-Drittligist HSG Varel hat am Samstagabend das Aufsteigerduell beim VfL Fredenbeck mit 26:25 gewonnen. Damit gelang der Mannschaft von HSG-Trainer Arek Blacha die erhoffte Revanche für die 28:33-Hinspielniederlage im vergangenen Jahr. Etwa 100 mitgereiste HSG-Fans freuten sich mit Blacha über die beiden wichtigen Punkte im Abstiegskampf. „Mein Team hat richtig Gas gegeben und am Ende das Glück auf seiner Seite gehabt. Wir haben am Ende weniger Fehler gemacht als die Fredenbecker“, sagte Blacha.
Den besseren Start in die Partie hatten die Gastgeber vor 853 Zuschauern in der Fredenbecker Geestlandhalle. Lauro Strothmann und zweimal Jan Möller besorgten dem VfL eine schnelle 3:0-Führung (4.). Nach dem 1:3 durch HSG-Abwehrchef Luca de Boer (5.) kamen die Vareler besser ins Spiel. Die heimstarken Gastgeber, die bislang erst eine Niederlage in eigener Halle gegen den OHV Aurich zu verzeichnen hatten, blieben am Drücker und zogen immer wieder bis auf drei Tore davon. Die HSG konnte zwischenzeitlich zwar immer wieder ausgleichen, eine eigene Führung gelang dem Blacha-Team aber nicht. Zur Pause führte Fredenbeck mit 15:13. Im zweiten Spielabschnitt bestimmten weiter zwei starke Defensivreihen mit zwei ausgezeichneten Keepern dahinter die Partie. Das Spiel änderte sich zunächst nicht. Fredenbeck legte vor, Varel zog nach und glich aus. Erst in der Schlussphase der Partie wendete sich das Blatt zugunsten der Friesländer. Die Crunchtime gehörte dem Blacha-Team. Mit einem Doppelschlag (52., 53.) markierte Niklas Bachmann zunächst den 23:23-Ausgleich. HSG-Keeper Frederick Lüpke war es schließlich vorbehalten, mit seinem Tor zum 24:23 die erste Führung für Varel zu besorgen (56.). Daniel Polak per Strafwurf (57.) und Laurenz Reiners (59.) konnten zwar Fredenbeck erneut in Führung bringen (59.), doch Tobias Schwolow zum 25:25 (59.) und Bachmann Sekunden vor dem Abpfiff trafen schließlich zum Vareler Sieg.
„Das war ein tolles Präsent meines Teams zu meinem Geburtstag am vergangenen Dienstag. Wir haben auf den letzten Drücker gewonnen. Unsere tollen Fans haben die Partie fast zu einem Heimspiel gemacht“, freute sich Blacha und stellte fest, dass Fredenbeck aber ebenfalls hätte gewinnen können. Bester Torschütze der Vareler war Bachmann mit fünf Treffern. Bei den Fredenbeckern war Möller mit sieben Toren, davon fünf Siebenmeter, am erfolgreichsten. Für die HSG Varel geht es an diesem Samstag, 24. Januar, mit einem Heimspiel gegen die TSG A-H Bielefeld weiter. Anwurf in der Manfred-Schmidt-Sporthalle ist um 19.30 Uhr.



