Die Handballer der HSG Varel gastieren an diesem Samstag, 31. Januar, bei Aufstiegsaspirant ASV Hamm-Westfalen nur in der Außenseiterrolle. Anwurf beim Tabellendritten in der Westpress Arena ist um 19 Uhr. Die Gastgeber um Trainer Jamal Naji sind gleich doppelt gefordert. Zum einen dürfen sich die Hammer keinen Punktverlust erlauben, wenn sie weiter im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden wollen, zum anderen ist das 29:29-Unentschieden aus dem Hinspiel in Varel noch in den Hinterköpfen.
Vor 750 Zuschauern in der Manfred-Schmidt-Sporthalle hatte der ASV Mitte September des vergangenen Jahres eine deutliche 18:12-Pausenführung noch verspielt. Einen Monat später musste Chefcoach Jörn-Uwe Lommel seinen Hut nehmen. Unter ASV-Kapitän Fabian Huesmann, der zwei Spiele als Interimscoach fungierte, und unter Naji startete Hamm eine Serie von fünf Siegen in Folge. Im Dezember gab es schließlich beim 32:34 in Emsdetten die erste Saisonniederlage. Nur sechs Tage später gab es in der Westpress Arena gegen Abstiegskandidat Team HandbALL Lippe II ein unerwartetes 33:37. Ins neue Jahr 2026 hingegen ist das Naji-Team erfolgreich mit zwei Siegen gestartet. Dem 38:34 zu Hause gegen den Wilhelmshavener HV folgte der 42:32-Kantersieg bei Schlusslicht ATSV Habenhausen. „Hamm ist Qualität, Qualität, Qualität. Der ASV wird versuchen, uns vor 2000 Zuschauern auseinanderzunehmen. Wenn Hamm nicht mit mindestens zehn Toren Unterschied gewinnt, wird man dort unzufrieden sein. Schließlich will man in die 2. Bundesliga“, sagt HSG-Trainer Arek Blacha, der die eigene Heimniederlage am letzten Samstag gegen Bielefeld als totalen Rückschlag bezeichnet. Weh getan habe nicht die Niederlage, sondern wie man verloren habe. „Uns hat die Disziplin gefehlt und in der Offensive gab es unvorbereitete Würfe“, sagt Blacha, der das Spiel in Hamm als gute Gelegenheit bezeichnet, Sachen zu studieren und neue Dinge auszuprobieren. Aufpassen muss die Vareler Defensive vor allem auf Niklas Gautzsch, der es bislang auf 117 Treffer, davon 35 Siebenmeter, brachte. Torgefährlich sind auch Andreas Bornemann (83) und Huesmann, der es beim Sieg gegen den WHV auf 17/5-Treffer brachte. „Ich hoffe, dass in Hamm etwas Besonderes passiert. Ich will einen Punkt holen und bin optimistisch. Wir werden auf jeden Fall bis zum Umfallen kämpfen. Zudem werde ich Überraschungsaktionen einbringen“, gibt Blacha die Marschroute vor.



