Es ist vollbracht: Drittliga-Aufsteiger HSG Varel hat am Samstagabend im siebten Heimspiel seinen ersten Sieg gefeiert. 825 Zuschauer in der ausverkauften Manfred-Schmidt-Sporthalle waren vom deutlichen 30:23-Sieg gegen den TV Bissendorf-Holte begeistert. „Unser Sieg ist eine Erleichterung und ein schönes Weihnachtsgeschenk“, jubelte auch HSG-Trainer Arek Blacha. In Festtagsstimmung war auch Varels Keeper Frederick Lüpke mit einer starken Leistung und 15 Paraden, davon einen Siebenmeter.
Die Friesländer waren von Beginn an das spielbestimmende Team in der Pfeilerhalle. HSG-Spielmacher Mohamad „Mo“ Sibahi brachte sein Team bereits nach 37 Sekunden mit 1:0 in Führung. Bissendorf konnte durch Christian Rußwinkel zwar zum 1:1 ausgleichen (2.), doch anschließend lief die Vareler Offensive, die in diesem wichtigen Spiel ohne ihren erkrankten Torjäger Joel Hoppe auskommen musste. Zweimal Nicholas Beck, Niklas Bachmann und Jan Derk Janßen schraubten das Ergebnis auf 5:1 hoch. Janßen wurde bei seinem Treffer derart gefoult, dass das Schiedsrichtergespann Sebastian Ebel und Stefan Hermschröder keine Sekunde zögerte und Bissendorfs Torjäger Fabian Rußwinkel die Rote Karte zeigte (6.). Die Gäste aus dem Osnabrücker Land kämpften verbissen und kamen Mitte der ersten Hälfte nach einem Tor von Lukas Tamms zum 7:7. Anschließend überschlugen sich ein wenig die Ereignisse. Zunächst brachte Evgeny Vorontsov Varel per Siebenmeter wieder mit 8:7 in Führung (17.), dann sah mit Ignacy Bogdan Bak der zweite Bissendorfer Spieler die Rote Karte, nachdem er Bachmann bei einem Tempogegenstoß hart gefoult hatte (18.). Den anschließenden Siebenmeter setzte Joost Sanders allerdings zum Glück der Gäste über den Kasten. Zum Unglück der Bissendorfer verletzte sich Keeper Roman Behrenswerth ohne Fremdverschulden am Fuß und musste verletzt ausgewechselt werden. Zur Pause führten die Gastgeber verdient mit 14:10. Im zweiten Spielabschnitt erwischten die Gastgeber einen Start nach Maß. Innerhalb von zehn Minuten schraubten sie das Ergebnis vorentscheidend auf 19:11 hoch. Als Luca de Boer für die HSG das 25:16 markierte (49.), schien der Drops endgültig gelutscht. Doch im Gefühl des deutlichen Vorsprungs schlichen sich Fehler ins HSG-Spiel ein. Bissendorf witterte noch einmal Morgenluft und verkürzte mit fünf Treffern in Folge auf 21:25 (55.). Die Gäste um Trainer Timon Döring versuchten mit offensiver Deckung in den Schlussminuten noch einmal alles, aber Tobias Schwolow, Vorontsov und Janßen machten mit ihren Toren den am Ende klaren 30:23-Sieg perfekt.
„Die Anspannung vor diesem Spiel war hoch. Wir haben 45 Minuten super Handball gespielt. Jetzt brauche ich erst einmal zwei Tage Pause“, resümierte ein glücklicher Blacha. Beste Torschützen bei der HSG waren Beck (6) und Voromtsov (6, davon vier Siebenmeter). Weiter für die Vareler geht im neuen Jahr 2026 am Samstag, 10. Januar, mit dem Heimspiel gegen den TSV Anderten. Spielbeginn in der Manfred-Schmidt-Sporthalle ist um 19.30 Uhr.



