Das war Werbung für den Handball mit einer geglückten Revanche für den HC Empor: Die Rostocker Handballer haben das Topspiel gegen Eintracht Hildesheim gewonnen. Das Team von Trainer Michael Jacobsen setzte sich am Freitagabend (14. November) mit 27:26 (13:12) durch. Den Siegtreffer erzielte Marc Pechstein mit einem verwandelten Freiwurf in der letzten Sekunde.
„Der Sieg ist verdient, aber es war ein harter Kampf. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, meinte der Empor-Trainer. „Das war ein Drittliga-Spiel auf sehr hohem Niveau – körperlich, aber auch taktisch. Ich hätte mir noch mehr Tempo gewünscht, aber mit Kampf und Leidenschaft haben wir das ausgeglichen“, fügte der Däne hinzu.
Empor begann wie entfesselt. Aufbauend auf eine starke Defensive mit einem überragenden Torhüter Robert Wetzel dahinter ging nach vorn die Post ab. 7:1 nach zehn Minuten. Die 3260 Zuschauer in der Stadthalle trauten ihren Augen nicht.
Doch die mit neun Siegen am Stück angereisten Gäste fingen sich und gingen noch vor der Halbzeitpause in Führung (10:9 und 11:10).
Nach dem Wechsel lagen die favorisierten Hildesheimer noch einmal vorn (14:15), doch die mit unheimlich viel Herz und Leidenschaft auftretenden Rostocker hielten nicht nur dagegen, sondern waren über weite Strecken das Spiel bestimmende Team (19:16, 22:19).
In der an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Schlussphase drohte die Partie zu kippen. Der glänzend aufgelegte Elias Gansau kassierte acht Minuten vor Schluss seine dritte Zeitstrafe. Nur acht Sekunden später musste Michl Reichardt auf die Sünderbank. Pechstein erzielte in doppelter Unterzahl das 24:22. Hildesheim glich aus, doch am Ende jubelten die Rostocker nach dem direkt verwandelten Freiwurf durch Marc Pechstein.
HC Empor Rostock: L. Mehler, Wetzel – Costa Dias 4, Richter, Mamporia, D. Mehler, Siegler 1, Schütze 2, Uhl, Reichardt 4, Funke 7/2, Pratschner, Harm, Gansau 7, Pechstein 2, Lößner.
HC Eintracht Hildesheim: Wesemann, Krka – Möller 10/8, Reshöft, Müller, Szmetán 1, Juric 1, Wäger 1, Stoehr 1, Tonar 3, Quedenbaum 3, Jonas 1, Rodriguez 2, Ehlers, Billepp 3.
7 m: 3/2 – 9/8
2 Minuten: 8 – 7
Zuschauer: 3260
Schiedsrichter: Niklas Majstrak und Max Obenauf


