Nach Niederlage gegen Magdeburg II rutscht der Oranienburger HC wieder auf einen Abstiegsplatz.
Der Oranienburger HC durchlebt weiterhin eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Nach dem Sensationssieg beim hochfavorisierten HC Eintracht Hildesheim folgte jetzt gegen den SC Magdeburg II eine Bauchlandung. Die 32:39-Niederlage am Samstagabend bedeutete für die erste Männermannschaft erneut den Sturz auf einen Abstiegsplatz, da Konkurrent HSG Ostsee beim Stralsunder HV mit 32:31 gewann und vorbeizog.
Das Spiel der Oranienburger in der ausverkauften MBS-Arena (928 Zuschauer) war ein Spiegelbild der gesamten Saison. Wieder einmal übertrafen sich die Spieler im Fabrizieren von Fehlern und von Fehlwürfen. Die 4:1-Führung für Oranienburg nach sechs Minuten entstand in der feurigen Anfangsphase. Aber schon bald glich das Feuer nur noch einer Sparflamme.
Die Magdeburger glichen schnell aus (4:4) und rissen beim 8:7 die Führung an sich. Die gaben sie nicht mehr her. Das war genau die Phase, in der den Oranienburgern im Angriffsspiel katastrophale und folgenschwere Patzer unterliefen. Gewieft nutzten die Youngsters Ballverlust um Ballverlust der Gastgeber zu einem 6:0-Lauf, der in einer 12:7-Führung mündete. „Das war euer Genickbruch“, sagte ein Magdeburger Fan in seiner nüchternen Betrachtung. Der OHC erholte sich davon überhaupt nicht, lag wenig später sogar mit 10:17 hinten und konnte das Ergebnis bis zur Pause noch relativ moderat gestalten (17:21).
Das kleine Wunder zu schaffen, war maximal ein Traum der Gastgeber, die auf ihren besten Werfer, Linksaußen Nicolai Jantzen (krank), verzichten mussten. Es bestand in der zweiten Halbzeit einige Male die minimale Hoffnung, dem Spiel eine Wende zu geben. Aber das Team von Trainer Damir Eklic hatte in den entscheidenden Phasen nicht das Momentum auf der eigenen Seite. Es sah fast spielerisch aus, wie die jungen Gäste den Vorsprung hielten.
Auf insgesamt 20 Fehler brachten es die Oranienburger Spieler. Dazu machte die SCM-Defensive – im Gegensatz zu den Oranienburgern – einen tadellosen Job. Diese Leistung hob auch SCM-Coach Christoph Theuerkauf hervor. Außerdem lobte er das Tempospiel seines Teams. Der Sportliche Leiter des OHC, Patrick Lehmann: „In der Deckung bekamen wir nie den Zugriff, im Angriff machten wir zu viele Fehler. Wir hatten uns mehr erhofft.“
Oranienburger HC – SC Magdeburg II 32:39 (17:21)
Oranienburg: P. Porath, Mestrovic – Gerntke (3), Petrowa (3/1), Plaul (6), Sauer, Damm (2), M. Fritz, Wagner-Douglas (5), Lux (3), F. Fritz, Magalhaes (4/2), Hartung, J. Porath (4/1), Williams (2)
Magdeburg II: Stieglitz, Kleinsteuber (7), Bahr (5), Hensen (8), Meyer, Heiß (3), Daniel (3), Lange (3/1), Lücke, Schöbe (5), Bialas (2), Döbbel, Hammer (3)



