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Oranienburger HC verpflichtet Füchse-Talent Jona Fröhlich

Der 16-Jährige ist auf der Linksaußenposition zu Hause 


Der Oranienburger Handball-Club hat einen weiteren Spieler für seine erste Männer-Mannschaft verpflichtet. Jona Fröhlich wird in den nächsten zwei Jahren für den Drittligisten auflaufen. Sein Wechsel von den Füchsen Berlin (und damit vom Schul- und Leistungssportzentrum Berlin) zum Oranienburger HC ist insofern bemerkenswert, da er vor einigen Wochen noch in der B-Jugend des Hauptstadtclubs spielte und nun direkt den Sprung in den Männerbereich wagt. „Davor habe ich keine Angst, sicherlich ein bisschen Respekt“, sagt der Noch-16-Jährige mit Blick auf die körperlichen Unterschiede. Jona wurde in den vergangenen Jahren in Berlin zum Linksaußen ausgebildet und soll auf der Position künftig mit Nicolai Jantzen das Duo bilden („An ihn will ich herankommen.“). Als Nachrücker steht zudem Moritz Fritz bereit, der in der vergangenen Saison einige Kurzeinsätze hatte.

„Mit Jona kommt ein Spieler des aktuellen Deutschen Meisters der B-Jugend zu uns“, betonte Martin Siegler, Geschäftsführer des OHC, bei der Vorstellung des Youngsters. Und der Sportliche Leiter Patrick Lehmann sagte: „Jona ist im besten Leistungszentrum in Deutschland top ausgebildet worden. Wir wissen, was er kann.“ Wegen seines Alters habe es viele Gespräche mit ihm und seinen Eltern gegeben, in denen sich die Frage gestellt habe, ob der Sprung zu den Männern zu früh komme. „Er wollte zu uns wechseln und hat richtig Bock darauf, hier zu spielen“, sagte Patrick Lehmann. „Unabhängig davon wollten wir natürlich auch noch einen Linksaußen verpflichten.“

Jonas erster Verein war 2018 die SG Rotation Prenzlauer Berg. „Ich war eigentlich nie der Überflieger, sondern habe mir alles ziemlich hart erarbeitet. Ein Freund erzählte mir irgendwann, dass es regelmäßig Sichtungen gibt. Und mein Papa hat mich dann angemeldet. Ich wurde genommen und ging zu den Füchsen“, sagt Jona. Er ist ein athletischer Typ, der die kämpferischen Tugenden lebt. Und er besitzt eine enorme Sprunghöhe. 

Jona selbst habe den Wunsch geäußert, den Verein zu wechseln. Für ihn kam nur der OHC infrage. „Mein Papa hat selbst hier gespielt und war kurz auch Trainer“, sagt der Linksaußen über seinen Vater Tim Fröhlich. Der einstige Mittelmann und Kapitän prägte das Spiel der ersten Mannschaft des OHC ein Jahrzehnt lang (2004 bis 2014). In dieser Zeit erreichte er einen Legenden-Status im Verein. „Ich war oft in der Halle und habe die Atmosphäre kennengelernt. Die ist ziemlich geil. Ich habe schon immer den Wunsch gehabt, in dieser Halle spielen zu dürfen.“ 

Das wird er ab der neuen Saison tun. Spielberechtigt wird er allerdings erst nach seinem 17. Geburtstag Ende September sein. Damit wird er die ersten vier Spiele verpassen. Jona bleibt trotz des Wechsels auf der Sportschule in Berlin und hat bis zu seinem Abitur noch zwei Jahre vor sich. Übrigens wird er beim OHC das Trikot mit der Nummer 20 tragen – wie einst sein Vater Tim.

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