SC DHfK Leipzig II holt gegen den Oranienburger HC die ersten Saisonpunkte
SC DHfK Leipzig II – Oranienburger HC 25:21 (12:11)
Der punktlose Tabellenletzte der 3. Liga, Staffel Nord-Ost, fuhr am Sonntag seine ersten Pluspunkte dieser Saison ein – und das ausgerechnet gegen den Oranienburger HC. Nach einem wilden Spielverlauf gab sich das Oberhavelteam mit 21:25 geschlagen.
Die Oranienburger waren zwischenzeitlich zweimal auf die Siegerstraße eingebogen, ließen das junge Leipziger Team aber jeweils zurück ins Spiel kommen. In der ersten Halbzeit führte der OHC nach 14 Minuten mit 9:3. Aufmerksame Abwehr, Ballgewinne, effektive Abschlüsse – es lief. Von Jetzt auf Gleich stockte der OHC-Motor. Nach vorn ging nichts mehr. Der Gastgeber arbeitete sich ins Spiel, erzwang Fehler beim OHC, der zudem selbst Hilfestellung bei der Aufholjagd leistete: Schrittfehler, Fehlpässe, Würfe neben das Tor oder an den Pfosten, vergebener Siebenmeter, gehaltene Bälle des DHfK-Keepers. Die Fehlerliste war lang. Mit einem 8:0-Lauf bis kurz vor dem Wechsel stellten die Leipziger Youngsters das bis dato einseitige Spiel auf den Kopf und gingen mit einer knappen Führung in die Pause (11:10). Der OHC traf 15 Minuten lang (!) nicht ins Tor. „Ich glaube, die Umstellung der Abwehr auf 3:2:1 brachte uns zurück“, sagte Leipzigs Trainer Matthias Albrecht.
Ein weiterer vergebener Siebenmeter und auch die rote Karte gegen Abwehrspezialist Kevin Lux (40. Minute, dritte Zeitstrafe) konnten den Gästen scheinbar nichts anhaben. In der 47. Minute führten sie 20:16. Der OHC agierte in der Phase sehr effektiv. Torwart Paul Porath machte nicht nur in jenen Minuten, sondern auch vorher und hinterher einen Bombenjob, parierte insgesamt 14 Bälle des SC DHfK Leipzig II.
Dieser Vier-Tore-Vorsprung sollte dem OHC aber nicht reichen. Inkonsequente Abwehrarbeit, fehlende Präzision bei den Abschlüssen und Paraden des Leipziger Keepers brachten den SC DHfK wieder ins Spiel zurück (20:20/51.). Nach der nochmaligen Führung der Oranienburger (21:20) war es vorbei mit deren Ambitionen. Dabei mussten sie dieses Kellerduell unbedingt gewinnen, um im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. Das wird jetzt immer schwieriger. In den letzten acht Minuten gelang ihnen gar kein Tor mehr, der Gastgeber versenkte in den Schlussminuten so gut wie jeden Angriff zum ersten Saisonsieg.
„Die Enttäuschung ist groß“, sagt Patrick Lehmann über die Niederlage. Er kann sich das Comeback der Leipziger in der ersten Hälfte nicht erklären. Die zweite Aufholjagd der Leipziger begründete er damit, dass sein Team von der Linie abkam, unkonzentriert wirkte, zeitweise zu risikoreich agierte und die nötige Qualität im Torabschluss vermissen ließ. „Am Ende ist unser Matchplan nicht aufgegangen.“
Leipzig: Gauer (2), Häfner, Vollmert (5), Huber, Klecar (3), Zimmermann, Guretzky (1), Kremen (4), Brix (1), Voß (1), Schneider, Greilich (2), Grunow, Pietrusky (4), Börner (2), Kramm
Oranienburg: P. Porath, Mestrovic – Gerntke, Plaul, Miels, Jantzen, Damm (2), Sauer, Wagner-Douglas (4), Lux, Fritz, Magalhaes (7/1), Hartung, J. Porath (5), Williams (3)



