Stralsunder HV – Oranienburger HC 35:28 (16:12)
Aus dem erhofften Erfolg im letzten Hinrundenspiel wurde nichts: Der Oranienburger HC verlor beim Stralsunder HV verdientermaßen mit 28:35. 25 Minuten lang führte der OHC in der vollbesetzten Vogelsanghalle (813 Zuschauer). In der Anfangsphase profitierte der Gast von den Paraden von Torwart Teo Mestrovic, der in den ersten Minuten reihenweise Bälle der Stralsunder parierte. „Stralsund lebte in den ersten 25 Minuten insbesondere von unseren Fehlern“, befand OHC-Trainer Patrick Lehmann. In den letzten vier Minuten vor der Pause leistete sich Oranienburg ein Fehlerfestival. Das nutzte der SHV konsequent zu einem 6:2-Lauf und einer 16:12-Pausenführung.
Ein ähnliches Bild nach Wiederanpfiff: Dem OHC unterliefen technische Fehler, so dass Stralsund binnen weniger Minuten auf sechs Tore (18:12/34. Minute) davoneilte. Die offensive Deckung der Gastgeber bereitete dem OHC massive Probleme. „Das war Gift für uns, wir kamen überhaupt nicht in unser System“, so der Coach. Im Spiel der Gäste fehlte das Tempo. Der Wille, mit gezielten Wechseln Akzente zu setzen, ging nicht in Erfüllung. Das Angriffsspiel war enttäuschend, zumal der Stralsunder Keeper Marius Göbner zur Hochform auflief und fast alle Bälle parierte, darunter zwei Siebenmeter. Zu den vielen Fehlern im Spiel des OHC, bei dem Anton Wagner-Douglas mit zehn Treffern überragte, kam in einigen Situationen auch noch Pech. Stralsund hatte im Spiel 1 nach der Trennung von Trainer Silvio Krause immer Optionen in petto, um den OHC auf Abstand zu halten.
„Das Spiel heute war ein Rückschritt gegenüber den Auftritten in den vergangenen Wochen. Jetzt gilt es in der vierwöchigen Spielpause, die Wunden zu lecken und neu anzugreifen“, sagt Patrick Lehmann.
Oranienburg: Mestrovic, P. Porath – Plaul (3), Miels, Jantzen (4/1), Damm, Sauer (1), Wagner-Douglas (10), Lamp (1), Lux, Fritz, Magalhaes (5/1), Hartung, J. Porath (3), Williams (1)

