OHC vorm Spiel der Spiele
Dem Oranienburger HC gehen so langsam die Spiele aus. Noch vier Möglichkeiten bestehen in diesem Spieljahr, um die 3. Liga zu halten. Co-Trainer Mario Strich redet nicht um den heißen Brei herum: „Für mich ist das Spiel am Samstag bei der HSG Ostsee das Endspiel schlechthin!“ Und er fügt an: „Wenn wir nicht gewinnen, dann wird es ganz, ganz schwer, in der Liga zu bleiben.“ Die Situation würde sich in den letzten Spielen in die Köpfe und Beine der Spieler setzen. „Schließlich müsste ein kleines Wunder passieren, damit wir in der 3. Liga bleiben.“
Der OHC steht mit der HSG Ostsee im direkten Kampf um den Klassenerhalt. Die Mannschaft aus Neustadt/Grömitz zog am vergangenen Wochenende mit einem überraschenden 32:31-Sieg beim Stralsunder HV in der Tabelle am OHC vorbei und tauschte mit ihm die Tabellenplätze. Das Team aus Schleswig-Holstein (15:37 Punkte) rangiert jetzt mit einem Zähler vor dem OHC (14:38), der den Abstieg bedeuten würde. Die Rechnung ist einfach: Bei einem Sieg der Gastgeber wären sie auf drei Punkte weg. Dieser Rückstand wäre für die Oranienburger in den dann noch verbleibenden drei Spielen kaum aufzuholen.
„Die Einstellung unserer Jungs ist da, sie reißen sich alle den Allerwertesten auf und sind bereit für die entscheidenden Spiele in dieser Saison“, so Mario Strich. Trainer Damir Eklic probierte in dieser Woche wieder einige Neuerungen aus, damit seine Mannschaft noch flexibler sein kann. Das ist auch nötig, denn die HSG hat – trotz der misslichen Tabellensituation – eine hohe Qualität im Kader. Der Aufwärtstrend in den vergangenen Wochen ist unverkennbar. Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft 7:3 Punkte und hat alle Trümpfe in der Hand, den Klassenerhalt zu schaffen. Der OHC könnte mit einem doppelten Punktgewinn den Spieß umdrehen.
Beim OHC stehen voraussichtlich alle Spieler zur Verfügung. Physiotherapeutin und Medical Athletik-Coach Anna Krause leistete in den vergangenen Tagen wieder ganze Arbeit und zauberte die Blessuren einiger Spieler weg. Das einzige Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Linksaußen Nicolai Jantzen. Mario Strich macht eine klare Ansage: „Wir müssen in den verbleibenden Spielen versuchen, irgendwie die nötigen Punkte zusammenzukratzen, um die Liga zu halten.“
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