Dem Oranienburger HC fehlt im Spiel bei den Füchsen Berlin die halbe Mannschaft – 23:31-Niederlage
Die Füchse Berlin II gehen aus dem Berlin-Brandenburg-Duell der 3. Liga Nord-Ost als klarer Sieger hervor. Am Samstagabend schlug die Mannschaft den Oranienburger HC mit 31:23 (15:11).
Trotz des eindeutigen Ergebnisses betrachten die Oranienburger diese Niederlage differenziert. Denn eine massive Flut von Spielerausfällen verhinderte beim favorisierten Tabellenzweiten ein Duell auf Augenhöhe. Allein sechs Spieler standen am Samstag aus Krankheits- und Verletzungsgründen überhaupt nicht im Kader (Nicolai Jantzen, Lukas Hartung, Daniel Miels, Kevin Lux, Paul Porath, Ricardo da Silva Magalhaes). Zwei weitere konnten aufgrund ihres Gesundheitszustandes nur für wenige Minuten aushelfen (Anton Wagner-Douglas, Alexander Williams).
So fanden sich mit Pascal Winkens (Linksaußen) und Moritz Fritz (Rückraum) zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft und mit Luca Rackwitz (Kreis) sogar ein Akteur aus der A-Jugend im OHC-Kader wieder; die beiden Letzteren zum ersten Mal überhaupt. „Unter diesen besonderen Umständen fällt unser Fazit zum Spiel positiv aus. Die Mannschaft hat sehr gut gespielt und gekämpft. Ich ziehe den Hut vor den Jungs“, sagt Co-Trainer Mario Strich.
Der OHC lief den Füchsen von Anfang an hinterher und vermochte es während der 60 Minuten nicht, den Abstand auf weniger als zwei Tore zu reduzieren. Die Berliner, die vom einstigen OHC-Spieler Per-Oke Kohnagel gecoacht werden, setzten sich nach zehn Minuten vom 4:4 auf 8:4 ab. Die Führung gaben sie nie mehr her. Beim 17:14 und 19:16 kurz nach der Pause war der OHC noch einigermaßen in Reichweite, aber dann begannen die Kräfte langsam auszugehen, so dass die Füchse ihren Vorsprung ausbauen konnten. Am Ende siegten sie mit 31:22.
Die Oranienburger Torwarte Teo Mestrovic (14 Paraden) und Malte Tredup (5) hatten einen starken Tag. Die Zahl der technischen Regelfehler hielt sich mit neun einigermaßen in Grenzen, dazu kamen jedoch 14 Fehlwürfe. Der OHC kassierte acht Zeitstrafen (die Füchse drei), Fabian Plaul sah bereits nach 42 Minuten die rote Karte (dreimal zwei Minuten). In der Summe waren es zu viele Negativfaktoren auf Oranienburger Seite.
Aufgrund der personellen Situation sah sich Trainer Damir Eklic gezwungen, pragmatische Entscheidungen zu treffen: So fand sich Kreisspieler Luca Rackwitz (als Einläufer) auf der Rechtsaußenposition wieder, Rückraumspieler Erik Gerntke musste auch mal am Kreis ran. Die OHC-Fans in der kleinen Lilli-Henoch-Halle waren zahlenmäßig und akustisch in der Überzahl und stärkten ihrem Team den Rücken.
In der Hoffnung, dass am kommenden Samstag, 7. März, im Heimspiel gegen den TSV Altenholz wieder alle Spieler fit sind, wird der OHC einen neuen Angriff auf zwei Punkte starten.
Füchse Berlin II – Oranienburger HC 31:23 (15:11)
Berlin II: Joppich, Parke (1), Glamann, Steltner (3), Laskowski (1), Kupiec, Schnürch (7), Grüner (5/1), Wollny (6/5), J. Kofler (2), G. Kofler (1), Kusche (5)
Oranienburg: Mestrovic, Tredup – Gerntke (1), Petrowa (3), Plaul (3), Rackwitz, Damm (6), Sauer (1), Winkens (2), Wagner-Douglas, M. Fritz, F. Fritz (5), J. Porath (2), Williams



