Der Oranienburger Handball-Club hat nach einer langen, langen Durststrecke seinen Negativlauf in der 3. Liga Nord-Ost gestoppt. Am Samstag fuhr die Mannschaft den ersten Sieg seit Ende September ein. Im Herbst 2025 war es ebenfalls der SV 04 Plauen-Oberlosa, gegen den der OHC beide Punkte holte (37:34-Sieg). Am Samstag hieß es 33:27 für den Gastgeber.
Auffallend bei den Oranienburger Spielern war wie schon eine Woche zuvor das Feuer, mit dem sie bis zur letzten Minute an ihre Aufgabe gingen. Die hieß klipp und klar, zwei Punkte einzufahren. Es war die Abwehr, die den Grundstein für den Sieg legte. Schnelle Beine, resolutes Zupacken und geschicktes Stellungsspiel machten es den Gästen sehr schwer. Vor allem aber entzauberte Torwart Teo Mestrovic den Vogtländer Angriff mit seinen Paraden. Nicht nur das: Er leitete mit punktgenauen Pässen etliche Gegenstöße ein, die die Außen Nicolai Jantzen/acht Tore und Johannes Petrowa/vier Tore (fast) alle verwandelten.
Der OHC baute sich nach dem 6:6-Zwischenstand Mitte der ersten Halbzeit einen kleinen Vorsprung auf (10:6) und gab den nie mehr ab. Mal betrug die Führung vier Tore, dann arbeiteten sich die Gäste wieder bis auf einen Treffer heran. Das ging mehrmals so – vom 11:10 auf 14:10, vom 18:17 auf 23:19. Über eine lange Phase funktionierte das Zusammenspiel zwischen Ricardo da Silva Magalhaes und Kreisläufer Fabian Plaul exzellent. Letzterer nutzte viele tolle Anspiele zu sechs Toren. Insgesamt legte der OHC ein hohes Tempo an den Tag. Der SV 04 Plauen-Oberlosa ließ sich aber nie abschütteln. Gäste-Trainer Ladislav Brykner beklagte in dem umkämpften Spiel („Es war kein Zuckerschlecken!“) die hohe Fehlerquote bei seinem Team.
Besonders fiel dies in der Crunchtime ins Gewicht. Bis zur 53. Minute stand es nur 25:24 für Oranienburg. Beim SV 04, der von einem großen Fanblock unterstützt wurde, häuften sich die Fehler. Der OHC, der gänzlich ohne Zeitstrafe blieb, nutzte sie gnadenlos mit eigenen Treffern. Anton Luis Wagner-Douglas traf in den letzten Minuten allein dreimal. Der Sportliche Leiter des OHC, Patrick Lehmann, beschrieb die Endphase so: „Ich habe den unbändigen Willen gesehen, mit dem die Spieler besonders in den letzten Minuten auftraten. Das stimmt mich zuversichtlich für die nächsten Spiele.“ Ein weiterer Pluspunkt für den Sieger: seine geringe Fehlerquote (sieben technische Regelfehler, 13 Fehlwürfe). Lehmann: „Mit solch einer Quote gewinnst du Spiele.“ Die OHC-Fans unter den 854 Zuschauern hatten mit der starken Unterstützung ihren Anteil an dem Erfolg.
Oranienburger HC – SV 04 Plauen-Oberlosa 33:27 (16:13)
Oranienburg: Mestrovic, Tredup – Gerntke (1), Petrowa (4), Plaul (6), Jantzen (8/3), Miels, Damm (5), Wagner-Douglas (6), Sauer, Lux (2), Fritz, Magalhaes (1), Hartung, Williams
Plauen-Oberlosa: Foluszny, Ebert – Stäglich, Kunst (6), Hanisch (2), Jezernik (3), Chobot (1), Schauer (4), Meckel (1), Becvar (2), Olkowski, Malta, Puljic (1), Naumann (7/3)



