In dieser Saison ist ein weiterer Einsatz des Torwarts ausgeschlossen
Schock für den Oranienburger HC: Torwart Paul Porath hat sich im letzten Spiel des Jahres 2023 das vordere Kreuzband des linken Knies gerissen. „Es ist durch“, sagt der Mann mit der Nummer 1 auf dem Rücken. Passiert ist es wenige Minuten vorm Abpfiff der Drittliga-Begegnung am 16. Dezember bei der HSG Ostsee N/G. HSG-Spieler Marius Nagorsen hatte in der Situation eine Lücke in der OHC-Abwehr gefunden und den Ball hoch Richtung OHC-Tor geworfen. „Ich wollte den Ball mit dem rechten Bein unter der Latte parieren und bin dann mit dem linken Bein aufgekommen. Da merkte ich sofort, dass was kaputt ist. Ich habe geahnt, dass es das Kreuzband ist“, so Paul Porath. Er trägt die Verletzung mit Fassung, sieht sogar noch Glück im Unglück: „Weder Außen- noch Innenbänder sind beschädigt.“
„Das ist natürlich bitter“, sagt Trainer Darius Krai über den Torhüter, der eine hervorragende Hinrunde in der Staffel Nordost gespielt hat und wesentlich mit dazu beitrug, dass das Team aktuell auf Platz 5 verweilt. Er werde in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Deshalb sind der Coach und der Sportliche Leiter Mario Müller auf der Suche nach einer externen Ersatzlösung, um Paul-Janis Twarz zu entlasten. „Wir haben schon Gespräche geführt. Der eine oder andere wird auch mal zur Probe mittrainieren“, so der Coach. Es solle ein Kandidat sein, der mindestens über Erfahrungen aus der Spitze der Oberliga beziehungsweise aus der 3. Liga verfüge. Mit Malte Tredup gibt es zwar einen Torwart im erweiterten Kader der ersten Mannschaft, er habe aber aus verschiedensten Gründen in dieser Saison relativ wenig auf der Platte gestanden und deshalb kaum Spielpraxis sammeln können, so der Coach.
Am morgigen Donnerstag, 4. Januar 2024, hat Paul Porath seinen nächsten Arzttermin. „Ich hoffe, dass er mir schon ein Datum für die OP mitteilen kann, am besten, so schnell wie möglich.“ Bis zum OP-Termin wird der 27-Jährige regelmäßig mit der Mannschaft trainieren; das, was möglich ist. Nach der Operation werde sich eine Reha anschließen. „Ich gehe davon aus, dass ich sieben bis neun Monate nicht spielen werde“, so der Torwart. Es ist nach der Operation an der Hüfte vor zweieinhalb Jahren seine zweite größere Verletzung.
Paul Porath ist der zweite Spieler, der jetzt mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Philipp Reineck hatte sich Anfang Juni das Kreuzband gerissen, als er der zweiten Mannschaft beim Final four des Brandenburger Landespokals helfen wollte und sich ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzte. Auch bei ihm riss das vordere Kreuzband des linken Knies; außerdem riss das Innenband an.
Am Donnerstag steigt die erste Mannschaft nach der Weihnachtspause wieder in den Trainingsbetrieb ein.



