Krisenstimmung an der Ostseeküste: Nach der blamablen Niederlage gegen den EHV Aue nutzte die HSG Ostsee N/G die Trainingswoche intensiv. Viele Gespräche wurden geführt, der Wille zur Veränderung war da – und zunächst auch sichtbar.
Die HSG startete furios und führte in der 8. Minute mit 5:1. Doch der DHK Flensborg fand besser in die Partie. Angeführt von den formstarken Jonas Rithaphorn und Mathias Sonne Domino stellten die Gastgeber Mitte der ersten Halbzeit auf 8:8.
Zwar setzte sich die HSG in der 27. Minute noch einmal auf 15:12 ab, doch Flensborg verkürzte bis zur Pause auf 16:15.
HSG verliert erneut die Kontrolle – Serie gegen Flensborg reißt
Zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte der nächste Rückschlag: Ein 5:0-Lauf der Gastgeber brachte früh die Vorentscheidung. Die HSG kämpfte sich noch einmal auf 25:24 heran, ehe eine diskutable Entscheidung der ansonsten souveränen Schiedsrichter für einen Bruch im Spiel der Ostseeküsten-Mannschaft sorgte.
Kapitän Alexander Mendle wurde bei einem Tempogegenstoß klar unfair gestoßen – statt Zeitstrafe und Siebenmeter gab es nur Freiwurf. Aus der Szene schlug die HSG kein Kapital. Wenig später wurde eine ähnliche Situation auf der Gegenseite anders bewertet: Der Treffer von Jonas Rithaphorn zum 28:26 zählte, Nick Deleske sah auf Seiten der HSG Ostsee N/G eine berechtigte Zeitstrafe worüber sich Ostsee-Kapitän Alexander Mendle beschwerte und zurecht ebenfalls eine Zeitstrafe bekam. In nun doppelter Unterzahl gelang es der HSG Ostsee nicht mehr, das Ruder entscheidend umzureißen.
Vielmehr sorgte ein weiterer 5:0-Lauf der Flensborger zwischen der 54. und 58. Minute für die Entscheidung zur 34:27-Führung. Die Treffer der HSG waren anschließend nur noch Ergebniskorrektur zum 37:33-Endstand.
Damit gewann der DHK Flensborg erstmals seit dem 15.03.2019 gegen die HSG Ostsee – zuvor hatte die HSG sieben Duelle in Folge für sich entschieden.
Abstiegskampf bleibt eng – Konkurrenz hilft mit
Durch den Sieg des DHK Flensborg sowie den Erfolg des SV 04 Plauen-Oberlosa gegen den Stralsunder HV (38:34) konzentriert sich der Kampf um den Klassenerhalt auf den SC DHfK Leipzig II, die HSG Ostsee N/G, den Oranienburger HC, die Sportfreunde Söhre und die HG Hamburg-Barmbek. Die letzten vier Teams trennen lediglich zwei Punkte.
Die HG Hamburg-Barmbek unterlag erwartungsgemäß beim Meister MTV Braunschweig (19:30). Auch die Sportfreunde Söhre verloren gegen Tabellenführer HC Eintracht Hildesheim (25:27). Ex-HSG-Spieler Piet Möller erzielte dabei 13 Treffer und verhinderte, dass sich Söhre weiter von der HSG Ostsee absetzen konnte.
Zudem gewann der SC DHfK Leipzig II nach zwischenzeitlichem 3:9-Rückstand mit 25:21 gegen den Oranienburger HC und sammelte seine ersten Saisonpunkte.
Fazit: Die Luft im Abstiegskampf wird dünner – bei noch zwölf ausstehenden Spielen ist jedoch weiterhin alles offen.



