HSG Ostsee N/G unterliegt im wichtigen Spiel und geht mit schwerer Hypothek in die restliche Saison
Es fing so gut an: Die HSG Ostsee präsentierte sich unter der Woche in guter Trainingsform und zeigte zuletzt von Spiel zu Spiel eine klar erkennbare Formkurve nach oben – das sollte sich zunächst auch im Spiel widerspiegeln. Die Ostseemänner wirkten wach und aufgeräumt und gingen in der 10. Spielminute durch Rechtsaußen Finn Kretschmer mit 7:4 in Führung. Die Sportfreunde aus Söhre sahen sich früh zur ersten Auszeit gezwungen.
Doch auch dieses Time-out brachte zunächst nicht den gewünschten Effekt. Ein Doppelschlag von Jasper Bruhn stellte auf 11:7 für die Mannschaft von der Ostseeküste. Diese Vier-Tore-Führung konnte die HSG zunächst behaupten, ehe der an diesem Tag überragende Tom Hanel in der letzten Spielminute der ersten Halbzeit für die Gastgeber auf 13:16 verkürzte. Nachdem die HSG Ostsee unmittelbar darauf einen Siebenmeter vergab, erzielten die Gäste mit der Schlusssirene noch den Treffer zum 14:16-Halbzeitstand.
HSG Ostsee mit desolater zweiter Halbzeit
Zunächst sah es dennoch so aus, als könnte die HSG Ostsee den Vorsprung über die Zeit bringen. Friedrich Kilias erhöhte in der 36. Spielminute erneut auf 16:20 – der alte Vier-Tore-Abstand war wiederhergestellt. Doch nun zeichnete sich ein erster Bruch im Spiel der Ostseemänner ab.
Die Söhrer, angeführt von Tom Hanel, der insgesamt starke 17 Treffer erzielen sollte, verkürzten den Rückstand Schritt für Schritt. Die Disqualifikation von Jasper Bruhn, der bei einer Abwehraktion unglücklich zu spät kam, leitete schließlich die Wende ein. Ohne ihren erfahrenen Zielspieler agierte die HSG zunehmend kopflos und zeigte deutliche Auflösungserscheinungen.
Zwar konnte man die Partie bis zur 51. Minute beim Stand von 28:27 noch einigermaßen offen gestalten, doch eine Auszeit der Gastgeber brachte den endgültigen Bruch im Spiel der HSG. Ein anschließender 9:2-Lauf (!) der Söhrer sorgte für klare Verhältnisse. Das letzte Tor der Begegnung durch Kreisläufer Mats Schramm stellte lediglich Ergebniskosmetik dar.
Der 37:30-Endstand bedeutet: Die Söhrer machten einen enorm wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt, zogen mit nun zwei Punkten an der HSG Ostsee N/G vorbei und sicherten sich – aufgrund des Unentschiedens im Hinspiel (35:35) – auch den direkten Vergleich. Auch wenn noch 14 Partien ausstehen, wird der Endspurt für die HSG Ostsee N/G kein leichter. Bereits am kommenden Wochenende wartet mit dem EHV Aue die nächste schwere Aufgabe.



