Oranienburger HC muss gegen den großen Staffelfavoriten passen
Oranienburger HC – HC Eintracht Hildesheim 22:39 (13:19). Komplett chancenlos blieb der Oranienburger HC am Samstag gegen den HC Eintracht Hildesheim. Mit einem beeindruckenden Auftritt, der von einem exorbitant hohen Tempo geprägt war, bremste der HCE den Gastgeber von der ersten Sekunde an aus – und nahm zu keinem Zeitpunkt den Fuß vom Pedal.
Vom Anpfiff weg agierte Hildesheim hoch konzentriert und lief den Gastgebern davon. Die offensive Abwehr machte dem Gastgeber richtig Probleme. „Das Spiel der Hildesheimer ist es, den Gegner zu Fehlern zu zwingen, das ist ihnen gelungen“, sagte OHC-Co-Kapitän Kevin Lux. Nach genau einer Viertelstunde stand es schon 3:10. Ballgewinne und daraus resultierende Tempogegenstöße in ungeheurer Geschwindigkeit konnten vom OHC nicht verhindert werden. Sie führten zu vielen Gegentoren. Der 13:19-Halbzeitstand weckte nur bei den kühnsten Optimisten die Hoffnung, dass der Gastgeber das Ergebnis zumindest etwas freundlicher gestalten kann.
Aber die Niedersachsen standen weiter unter Hochspannung, provozierten Fehler, nutzen diese zu Toren. Auch im Positionsangriff dominierte der Gast. Piet Möller beschleunigte das Hildesheimer Spiel permanent. Die Angriffe wurden sehr, sehr häufig geduldig auf den Punkt gespielt, so dass der jeweilige Shooter sich die Ecke aussuchen konnte. Die OHC-Torhüter hatten es schwer, dagegen anzukommen, auch wenn Teo Mestrovic einige Male großartig parierte (und zwei Tore erzielte). Der 6:0-Lauf der Gäste nach der Pause (Zwischenstand: 13:25/37. Minute) war schon die Vorentscheidung. Hildesheim ließ nie locker, gab keinen Zentimeter Boden her. Das merkte der OHC besonders im Angriffsspiel. Die HCE-Defensive samt Keeper Jan Wesemann baute nicht ab.
Dass es in den Reihen der Hildesheimer angeschlagene Spieler gab, war ihrem Spiel nicht anzumerken. Der Vorsprung der Gäste wurde immer deutlicher, der OHC – ohne Kapitän Sebastian Damm und Rechtsaußen Julius Porath angetreten – konnte nicht mal Schadensbegrenzung betreiben. Die OHC-Fans unter den 636 Zuschauern unterstützen ihr Team auch dann, als klar war, dass die Punkte an den Gegner gehen. Für Oranienburgs Trainer Armands Uscins fiel die Niederlage etwas zu hoch aus.
Oranienburg: Mestrovic (2), P. Porath – Gerntke, Plaul (1), Miels, Jantzen (7/1), Sauer, Wagner-Douglas (5), Lamp (1), Lux (1), Fritz, Magalhaes (4/1), Hartung, Williams (1)
Hildesheim: Wesemann, Krka – Möller (7/4), Müller, Szmetan (2), Juric, Wäger (6), Stoehr (5), Tonar (2), Hanemann (2), Quedenbaum, Jonas (5), Rodriguez (2), Billepp (8)



