Oranienburger HC muss sich dem HC Empor Rostock beugen
Oranienburger HC – HC Empor Rostock 26:35 (15:17). Eine deftige Heimpleite kassierte der Oranienburger HC am Samstagabend in der MBS-Arena. Vor ausverkauftem Haus (920 Zuschauer) zeigte der favorisierte HC Empor Rostock spätestens in der zweiten Halbzeit, wie effizient Handball gespielt werden kann und sogar muss, um in dieser Liga erfolgreich zu sein. Die Mannschaft von der Ostsee stellte eine sehr fokussierte Abwehr und hatte mit Torwart-Routinier Robert Wetzel einen Mann im Kasten, der zur Stelle war, wenn es drauf ankam. „Der Abwehr- und Torwartwechsel hat uns gutgetan“, sagte Rostocks Trainer Nicolaj Andersson.
Der OHC – ohne Winterneuzugang Sebastian Damm (verletzte sich im Freitag-Training) begann respektabel. Gut eine Viertelstunde lang spielten beide Teams auf Augenhöhe, der Gastgeber lag zu diesem Zeitpunkt mit 11:9 in Führung (18. Minute). „Da verteidigen wir gut und kommen ins Tempo“, so OHC-Trainer Darius Krai. Dann kam die erste Schockwelle mit vier Toren in Folge für die Rostocker zum 11:13-Zwischenstand. Sie bestraften technische Fehler der Gastgeber. Das setzte sich später noch einmal fort. Allerdings schaffte es der Gastgeber bis zur Pause, den Anschluss zu halten (15:17) – auch dank einiger Paraden von Teo Mestrovic.
Nach dem Wechsel – beide Teams erhielten je eine rote Karte (Gansau/Rostock/36.) – Lux/Oranienburg/52.) – verschoben sich die Kräfteverhältnisse zu Gunsten der Rostocker immer mehr. Die offensive 3:2:1-Deckung bereitete dem OHC zusätzliche Schwierigkeiten. „Da fanden wir kaum bis gar keine Lösung“, gestand Darius Krai. Die Möglichkeiten, Tore zu erzielen, blieben dem Gastgeber trotz der vielen Ballverluste. Allerdings bevorzugte die Mannschaft viel zu oft das Abspiel, als in die Lücken der Abwehr zu stoßen. Die Rostocker enteilten auf drei, vier, fünf und sechs Tore (21:27/46. Minute). Die Hoffnung, den Rückstand zu verkürzen beziehungsweise doch noch mal in Reichweite zu kommen, zerstob immer genau in den Momenten, in denen die Möglichkeit dazu gegeben war. So parierte Robert Wetzel zwei Siebenmeter, bei zwei 1:0-Kontern schaffte es der OHC ebenfalls nicht, den Ball unterzubringen. „Uns unterlaufen insgesamt viel zu viele Fehler“, so Darius Krai. So gingen die Köpfe nach unten, die Ballverluste häuften sich. Für die Rostocker ein gefundenes Fressen.
Oranienburg: Mestrovic, Harries – Gerntke (2), A. Krai (5), Schmöker, Plaul, Hase (1), Jantzen (5), Wagner-Douglas, Lamp (3), Lux (5), Fritz, J. Porath (4/4), Williams (1), Ehmke
Rostock: Wetzel, L. Mehler – Wittkopp, Meuser (1), Richter (1), Mamporia (1), Mehler (4), Schütze (5), Magalháes, Funke (6/4), Pratschner (3), Gansau (4), Pechstein (2), Reichardt (1), Lößner (7)



