Im letzten Spiel des Jahres hat die HSG Ostsee eine deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Mit 40:28 unterlag die Mannschaft von Trainer Nico Kibat dem SC DHFK Leipzig II.
Zwar konnte die HSG bis Mitte der ersten Hälfte noch gut mithalten, tat sich im Folgenden jedoch schwer im Angriff. Nach dem 9:8 (14.) durch Yannik Barthel verlor Ostsee mehr und mehr den Anschluss, während die Gastgeber ihr Spiel clever ausspielten. Bereits zur Pause lief die HSG einer Differenz von neun Treffern (22:13) hinterher, bekam auch nach Wiederanpfiff nicht die Kurve. Die vielen personellen Ausfälle und intensiven zurückliegenden Wochen machten sich bemerkbar. Trotzdessen gaben die Ostholsteiner sich nicht auf, kämpften weiter. Zwischen der 50. und 53. Minute konnte die HSG noch einmal von 34:22 auf 34:25 Tore gutmachen. Aber gegen die dynamisch aufspielenden Leipziger sollte an diesem Tag nichts zu holen sein. Und so mussten sich die dezimierten Ostholsteiner klar geschlagen geben.
Die entsprechenden Körner haben gefehlt
Trainer Kibat nach Abpfiff: „Der Hauptgrund für die Niederlage war sicherlich, dass wir nach den intensiven Wochen schon eine schwierige Trainingswoche hatten mit vielen Ausfällen. Alexander Mendle, Jannes Farschchi, Marius Nagorsen, Silas Schramm und Rico Knobloch sind für das Spiel ausgefallen, Jasper Bruhn konnte die ganze Woche nicht trainieren, genau wie Mats Schramm, der sich unter der Wochen noch von einer starken Erkältung erholen musste. Zu viele Ausfälle, die wir dann nicht kompensieren konnten. Dazu kommt, wenn man nur einmal kurz ein Abschlusstraining macht, die entscheidenden Körner fehlen und so war’s heute. Wir haben alles probiert, aber heute war nicht entscheidend, was wir probieren, sondern wie wir es in der Lage waren, umzusetzen.“
Winterpause nutzen und Kraft tanken – im neuen Jahr voller Fokus auf die Rückrunde
Kibat weiter: „Da hatten wir zu wenig entgegenzusetzen. Gegen eine gut spielende, junge, agile, dynamische Mannschaft, die sehr gut ausgebildet ist und wenn man dann im Eins-gegen-Eins zu viele Räume verteidigen muss, und sie dann noch antworten mit Gefahr aus dem Rückraum, dann wird es schwierig. Ab der 15. Minute waren wir dann eigentlich chancenlos und dann gab es eigentlich nur noch bisschen Schadensbegrenzung. Aber ich mach der Mannschaft da auch keinen Vorwurf. Wir haben in den letzten vier Wochen richtig gute Ergebnisse erzielt und jetzt einmal einen auf den Deckel bekommen. Das muss man verkraften und abhaken. Erst mal den Kopf frei kriegen, die Winterpause jetzt nutzen, um die Feiertage über bisschen zur Ruhe zu kommen. Dann wird die Mannschaft über Neujahr direkt im physischen Bereich trainieren, um sich auf Bernburg vorzubereiten.“
SC DHFK Leipzig II: Klein, Schuhmann – Hönicke 8/1; Schmitt 7; Schmischow, Uhlig je 5; Gauer 4; Martyn 3; Volmert, Voß, Greilich je 2; Lenz, Pietrusky je 1; Werner; Busch
HSG Ostsee N/G: Folchert, Skorce – Harms 6/4; Kilias 4/2; Schramm, M., Haack, Litzenroth je 3; Most, Kaiser, Gajate, Bruhn, J. je 2; Barthel 1; Bruhn, M.
Autorin: Antonia Lehmann



